Juli 2017

Auswertung 2017/07

 Auswertung 2017/07 korrigiert

Allgemeine Beschreibung der Diagramme

Erklärungen zu den verwendeten Fachbegriffen erhalten Sie im: link-arrow-grauGlossar

Das Diagramm zeigt den original Premeteo-Prognose-Index wie er vorab im Internet veröffentlicht war.

 

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Index 1: Summe aus den quantifizierten Wertzuordnungen der täglich exakten Impulsaspekte von 12 UTC des Vortags bis 12 UTC des betreffenden Tags

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Premeteo-Index: setzt sich zusammen aus Index 1, den quantifizierten, täglich exakten Symmetrien (12-12 UTC) und den quantifizierten Impulsauslösungen durch Konjunktionen, die sich an dem betreffenden Tag in einem Exaktheitsbereich von ± 1° befinden. Er ist massgeblich für die Prognose. Verläuft der Premeteo-Index im negativen Bereich, ist mit einer größeren Wahrscheinlichkeit für eine zyklonale Impulsierung (T = Tiefdruckwetterlage) der Atmosphäre über SW-Deutschland zu rechnen, verläuft sie im positiven Bereich ist eine größere Wahrscheinlichkeit für eine antizyklonale Strömung (H = Hochdruckwetterlage) gegeben. Der Premeteo-Index befindet sich noch in Entwicklung und soll durch weiterführende Forschung verbessert werden.
Die Differenz zwischen Premeteo-Index und Index 1 ergibt sich demnach durch die gleichzeitig auftretenden Impulse von Symmetrien und Konjunktionen.


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Luftdruck: täglicher Luftdruckwert der DWD-Wetterstation Lahr um 6 UTC (entnommen der Berliner Wetterkarte) minus 1015 hpa.


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Trendlinie des Premeteo-Index, die seinen Verlauf in einer mathematisch geglätteten Form zeigt.

 

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H, T: real eingetretene Hoch- und Tiefdruck-Bodenwetterlagen, deren Dauer durch Pfeile über der Datumsachse gekennzeichnet ist.

 

 

Wetterlagenverlauf Juli 2017 im Vergleich zur Premeteo-Indexprognose für Südwest-Deutschland

Wetterlagenverlauf Juli 2017 im Vergleich zur Premeteo-Indexprognose für Südwest-Deutschland
(Die Wetterlagenbeschreibungen wurden anhand der Berliner Wetterkarten erstellt.)

Zusammenfassung: Die unkorrigierte und die im Index 3 korrigierte Prognose des Juli 2017 wiesen einen großen Unterschied auf. Die unkorrigierte Prognose versprach mit einem Premeteo-Index, der nur an 5 Tagen negative Werte enthielt, einen eher trockenen, heißen Juli, während der korrigierte Premeteo-Index mit 17 Tagen im negativen Bereich einen nassen Juli erwarten ließ. Mit 15 real zyklonalen Tagen und überdurchschnittlich starken Regenmengen nicht nur im Südwesten, sondern in ganz Deutschland, zeigte sich erneut, dass die Korrektur des Index 3, deren Notwendigkeit im Januar dieses Jahres entdeckt wurde, tatsächlich die bessere Übereinstimmung mit dem realen Wetterlauf gewährleistete. In der Realität stimmten die negativen und positiven Tage des korrigierten Index nicht exakt mit den zyklonalen und antizyklonalen Tagen überein, sondern sie waren teilweise (an 10 Tagen) gegeneinander verschoben. Doch war der Gesamtcharakter des Juli gut prognostiziert und es gab nur 4 Tage, an denen die Symbolprognose als völlig falsch eingestuft werden musste.

Die heißesten Tage traten um den 6. und mit dem 18./19. Juli auf und waren von erfahrungsgemäß  wärme-typischen Aspekten begleitet: Sonne 60° Neptun, Venus 120° Makemake/GSZ (6./7.), Venus 120° Jupiter (18./19.).
Die kältesten Tage am 1. und 24./25. wiesen ebenfalls kälte-typische Aspekte auf wie Venus 90° Mondknoten (1.), sowie Venus 180° Saturn und Ceres 180° Juno.
Luftdruckmaxima wurden am 4. und am 16. erreicht. Am 4. fällt die Häufung von drei Oppositionen auf: Mars 180° Pluto A, Sonne 180° Juno A und Ceres 180° GSZ. Am 16. die Häufung von drei Merkur-Aspekten: Merkur 120° Apogäum T, Merkur 45° Makemake/GSZ T/H.
Das Luftdruckminimum der Tiefdruckphase 2 vom 8. bis 10. Juli wurde gegen die Regeln des Premeteo-Index erreicht, wogegen sich die Tiefdruckphase 5 vom 21. bis 25. Juli ganz innerhalb der Prognoseregeln vollzog. Dabei kam es zu einem kurzzeitigen Minimum am Abend des 21. und brachte in Durbach-Hespengrund ein ungewöhnlich starkes Gewitter, bei dem in etwa 20 Minuten eine Niederschlagsmenge von 38 Litern fiel (Sonne 150° Quaoar T und 0° Varuna T). Das im Auswertungsdiagramm sichtbare Minimum des 24. ging einher mit Ceres 72° Eris T* und Merkur 120° Uranus T.

Beschreibung der einzelnen Wetterphasen:

Tiefdruckphase 1: Am 1. Juli setzte sich das Tiefdrucksystem Rasmund mit drei Kernen über Nordfrankreich, dem Baltikum und Westrussland erneut nach Süden durch und brachte reichlich Niederschlag. Es bestimmte auch am 2. noch die Wetterlage. Der im Index 3 korrigierte Premeteo-Index bewegte sich um die Nulllinie und stimmte mit der Wetterlage besser überein als der unkorrigierte. Der starke Höhentrog, der seit dem 28. Juni die Strömung über Europa bestimmte, verlagerte sich nun nach Osten. Der Premeteo-Index summierte über die 2-tägige Tiefdruckphase auf +32 / korr. +7.
Hochdruckphase 1: Am 3. setzte sich von der Biskaya Hoch Francoise mit seinem Isobarenbereich über ganz Deutschland durch. Sein Kern verlagerte sich bis zum 5. zum Balkan, wo es auch am 6. verharrte und weiterhin - bei großer Hitze – seinen Einfluss auf unsere Region aus übte.  Am 7. kehrte sein Kern noch mal zurück nach Westen bis über die Westalpen. Die 5-tägige Hochdruckphase summierte auf +119 / korr. +14. Die Auswertungsdiagramme zeigen, dass der korrigierte Premeteo-Index sehr viel besser an die real aufgetretene Luftdruckkurve angepasst war als der unkorrigierte Index. Dennoch hatte der korrigierte Index bezüglich des Vorzeichens zwei Fehlprognosetage und der unkorrigierte Index keine. Die Trendlinie des korr. Index verlief dagegen immer flach oberhalb der Nulllinie, was mit dem Charakter der schwül-gewittrigen Hochdruckwetterlage recht gut übereinstimmte. Der heißeste Tag dieser Phase war mit Sonne 120° Neptun W am 6., als der Premeteo-Index einen Wert von -3 hatte.
Tiefdruckphase 2: Am 8. überwog der zyklonale Einfluss von Tief Uwe über Norddeutschland. Tief Uwe zog weiter zur Ostsee, während über Westdeutschland am 9. eine flache, kleine Tiefdruckzelle entstand, innerhalb deren aufgeheizter Atmosphäre sich Gewitter und Niederschläge bildeten. An diesem Tag wurden im Index1 die beiden Asteroiden-Aspekte Ceres 180° Quaoar H* und Vesta 0° aufsteigender Mondknoten H* exakt, die wegen der Verdoppelungsregel bei 0° und 180° mit jeweils +10 Punkten angerechnet worden waren und dadurch selbst den korrigierten Premeteo-Index zu hoch in den positiven Bereich ansteigen ließen. Die Atmosphäre war durch die große Wärme im mittleren Luftdruckbereich stark labilisiert und die H*-Aspekte fanden keinerlei Abdruck in ihrem Strömungsverhalten. Im negativen Bereich lag jedoch der Index 2 mit der Symmetrie Orcus 45° Mars Haumea A T* A -7. Der Verlauf des Luftdrucks zeigte über den Tag mit mehreren kleinen Wellentälern und -bergen eine auffallend instabile Struktur. Am 10. lag Tief Wolf über Nordost-Frankreich und bestimmte das Wetter über unserer Region weiterhin mit lokal kräftigen Gewittern und Niederschlägen. Der Luftdruck erreichte erst jetzt das Minimum der Tiefdruckphase. Die konvektive Dynamik der sehr warmen Luftmasse hatte die kosmischen Impulse völlig überformt. Der Premeteo-Index summierte über die 3-tägige Tiefdruckphase auf +83 / korr. +26.
Hochdruckphase 2: Am 11. bildeten die Isobaren bis zum Mittag einen schmalen, flachen  Keil bis über Südwestdeutschland, doch war die Atmosphäre durch das okkludierte Tief über der Nordsee noch labilisiert. Dieser Tag war ein Grenzfall, doch baute sich der Keil zum 12. mit einem Kern über den Alpen weiter aus. Dabei kam es noch zu anhaltenden Niederschlägen. Am 13. wurde Hoch Hanna über dem Ärmelkanal wetterwirksam und erreichte mit seinem Zentrum am 14. die Slowakei. Der Premeteo-Index summierte über die 4-tägige Hochdruckphase auf +87 / korr. +30.
Tiefdruckphase 3: Bei einem Premeteo-Index von -31/ -44 vertiefte sich die zyklonale Strömung auf 500 hpa über der Region deutlich. In der Berliner Wetterkarte wurde ausdrücklich in der Übersicht des 16. Juli rückblickend erwähnt, „dass der Höhentrog gestern früh kurzzeitig ein abgeschlossenes Höhentief über Deutschland aufwies“. Das war ungewöhnlich. In der Bodenkarte zeigte sich dagegen nur eine flache Tiefdruckrinne mit einer Höhenokklusion, die die Außenisobare des Azorenhochs leicht einbeulte und nach Süden über Südwestdeutschland in eine Kaltfront überging. Nach der Bodenkarte war der Tag ein Grenzfall, doch zeigte die starke Bewölkung und die Vertiefung der Höhenströmung, dass die Zyklonalität an diesem Tag insgesamt überwog.
Hochdruckphase 3: Hoch Hanna verlagerte vom 15. zum 16. seinen Kern in einer retrograden Bewegung von Westpolen nach Süddeutschland und am 17. über die Alpen. Der korrigierte Index verlief an den ersten beiden Tagen im negativen Bereich. Eine Häufung von drei Venus-Impulsaspekten wurde in Kombination mit Orcus 45° Haumea T* auffällig und könnte auf eine Impulsumkehrung hinweisen. Andererseits gab es diesen steilen Anstieg des Premeteo-Index vom 15. zum 16., sowie vom 17. zum 18., dessen Spitze am 18. mit dem Luftdruckmaximum nach dem Zustrom der Kaltluft übereinstimmte. Der Premeteo-Index summierte auf +10 / korr. -18.
Tiefdruckphase 4: Der negative Premeteo-Index von -3 / korr. -17 am Vortag machte sich am 18. dann doch mit einer flachen zyklonalen Strömung über der Biskaya bemerkbar, die die Isobare von Hoch Irmingard über der Nordsee schon deutlich zum Tiefdruckbereich nahe unserer Region krümmte. Das Wetter entsprach jedoch noch ganz dem Premeteo-Index von +24 / korr. +11 des 18. Der Luftdruck fiel zum 19. weiter ab und an beiden Tagen stieg am Nachmittag die Temperatur auf über 30° C an. Der Premeteo-Index summierte auf +29 / korr. -9.
Hochdruckphase 4: Am 20. lag die Region um 0 UTC im Isobarenbereich von Tief Zlatan südlich Islands. Doch zeigte die Mittagskarte bereits eine flache antizyklonale Strömung über unserem Gebiet, die sich bis um 0 UTC des 21. als schmaler Hochdruckkeil des Azorenhochs entwickelte. Der Premeteo-Index hatte einen Wert von +26 / korr. +3. (Die Symbolprognose des 20. war in der Prognosedatei fälschlicherweise mit der Symbolziffer 2 eingetragen und wurde in der Auswertungsdatei entsprechend der Prognoseregel auf Ziffer 3 berichtigt und grün hinterlegt.)
Tiefdruckphase 5: Tief Zlatan dominierte mit verschiedenen Kernen vom Atlantik über Großbritannien, Nordsee und Norddeutschland vom 21. bis 23. das Wettergeschehen bis in unsere Region mit starken Gewittern und Regenfällen. Am 24. zog Tief Alfred von Frankreich heran und setzte das unbeständige Wetter mit vielen Niederschlägen bis zum 26. fort. Der Kern eines geschlossenen Höhentiefs auf 500 hpa über Großbritannien bewegte sich vom 21. bis zum 26. langsam bis nach Deutschland und sorgte mit seinem Kältezentrum für eine kräftige Abkühlung der Atmosphäre bis in die Bodenschichten und für lokal katastrophale Niederschlägen nördlich unserer Region in Deutschland. Der im Index 3 korrigierte Premeteo-Index verlief während der ganzen Phase entsprechend im negativen Bereich, während der unkorrigierte Premeteo-Index zu hoch lag und nun eine Reihe von Fehlprognosetagen zu verzeichnen hatte. Der Premeteo-Index summierte über die 5-tägige Tiefdruckphase auf +47 / korr. -63.
Hochdruckphase 5: Um 0 UTC des 26. lag Südwestdeutschland noch im Isobarenbereich von Tief Alfred über Nordostdeutschland, doch bildete sich bis Mittag eine flache, antizyklonale Strömung aus. Auf 500 hpa verlagerte sich am 27. ein Höhenkeil nach Deutschland. Der korrigierte Premeteo-Index verlief im negativen Bereich und das Wetter hatte mit seiner dichten Bewölkung und den lokal starken Schauern weiterhin den zyklonalen Charakter der letzen Tage. (Am 26. war im korrigierten Index 3 der Aspekt Mars 72° Jupiter versehentlich nicht berechnet worden. Dies wurde in den Auswertungstabellen berichtigt und grün hinterlegt.) Erst im Laufe des 28., als der korrigierte Premeteo-Index auch einen positiven Wert von +12 hatte, begann die Atmosphäre sich zu stabilisieren und die Niederschlagsneigung ging am 29. bei bis Mittag weiter leicht steigenden Luftdruck zurück. Der Premeteo-Index summierte über die 4-tägige flach antizyklonale Lage auf +19 / korr. -14., wobei der korrigierte, negative Premeteo-Index insgesamt besser als der unkorrigierte mit dem labilen, Wetter und seinen zum Teil kräftigen Regenfällen übereinstimmte.
Tiefdruckphase 6: Der Luftdruck fiel zum 30. ab und ein lokal heftig wütendes Gewittertief überquerte von Frankreich kommend die Region. Am 31. lag Südwestdeutschland noch knapp im Einflussbereich von Tief Bernhard bei Schottland. Die Bewölkung wechselte zwischen Verdichtung mit leichtem Regen und Auflockerungen mit schweißtreibender, schwül-feuchter Atmosphäre. Der Premeteo-Index summierte über die beiden letzten Tage des Monats auf -10 / korr. -20.

SW-D befand sich an 16 Tagen im Einflussbereich antizyklonaler Strömung. Die Summe des prognostizierten Premeteo-Index für diese Tage ergab +261 / korr. +15. Dies entsprach einer Indexzahl von +16,31 / korr. +0,94 pro Tag.

 An 15 Tagen befand sich SW-D im Einflussbereich zyklonaler Strömung. Die Summe des prognostizierten Premeteo-Index für diese Tage ergab +150 / korr. -83. Dies entsprach einer Indexzahl von +10,00 / korr. -5,53 pro Tag.

Die Prognose durch die Premeteo-Wettersymbole war an 7 / korr. 4 Tagen falsch (am 1., 9., 10., 11., 12., 24., 25. / korr. am 9., 10., 12., 17.  ), an 10 / korr. 11 Tagen richtig und an 14 / korr. 16 Tagen tendenziell richtig.


 

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Kosmogramm 07/2017

Dem interessierten Leser ist es möglich, sich die Konstellationen einzelner Tage anzusehen durch die zur Verfügung stehende dynamische Kosmogrammgraphik.