Juni 2013

Auswertung 2013/06Auswertung korrigiert 2013/06

Allgemeine Beschreibung der Diagramme

Erklärungen zu den verwendeten Fachbegriffen erhalten Sie im: link-arrow-grau{tiframe linktext:="Glossar" width:="650" height:="400" url:="http://www.premeteo.com/de/forschung/glossar.html"}

Das Diagramm zeigt den original Premeteo-Prognose-Index wie er vorab im Internet veröffentlicht war.

 

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Index 1: Summe aus den quantifizierten Wertzuordnungen der täglich exakten Impulsaspekte von 12 UTC des Vortags bis 12 UTC des betreffenden Tags

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Premeteo-Index: setzt sich zusammen aus Index 1, den quantifizierten, täglich exakten Symmetrien (12-12 UTC) und den quantifizierten Impulsauslösungen durch Konjunktionen, die sich an dem betreffenden Tag in einem Exaktheitsbereich von ± 1° befinden. Er ist massgeblich für die Prognose. Verläuft der Premeteo-Index im negativen Bereich, ist mit einer größeren Wahrscheinlichkeit für eine zyklonale Impulsierung (T = Tiefdruckwetterlage) der Atmosphäre über SW-Deutschland zu rechnen, verläuft sie im positiven Bereich ist eine größere Wahrscheinlichkeit für eine antizyklonale Strömung (H = Hochdruckwetterlage) gegeben. Der Premeteo-Index befindet sich noch in Entwicklung und soll durch weiterführende Forschung verbessert werden.
Die Differenz zwischen Premeteo-Index und Index 1 ergibt sich demnach durch die gleichzeitig auftretenden Impulse von Symmetrien und Konjunktionen.


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Luftdruck: täglicher Luftdruckwert der DWD-Wetterstation Lahr um 6 UTC (entnommen der Berliner Wetterkarte) minus 1015 hpa.


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Trendlinie des Premeteo-Index, die seinen Verlauf in einer mathematisch geglätteten Form zeigt.

 

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H, T: real eingetretene Hoch- und Tiefdruck-Bodenwetterlagen, deren Dauer durch Pfeile über der Datumsachse gekennzeichnet ist.

 

 

Wetterlagenverlauf Juni 2013 im Vergleich zur Premeteo-Indexprognose für Südwest-Deutschland

(Die Wetterlagenbeschreibungen wurden anhand der Berliner Wetterkarten erstellt.)


Tiefdruckphase 1: Zu Monatsbeginn bestimmten Tief Frederik über Alpen und Tief Günter über Ostdeutschland die Strömung, brachten noch sehr viel Niederschlag und verschlimmerten weiter die Hochwassersituation im Osten und Süden Deutschlands. Der Premeteo-Index summiert auf +4.
Hochdruckphase 1: Am 3. blieb es noch geschlossen bewölkt, aber die Strömung wurde schon von Hoch Sabine über Großbritannien bestimmt. Auch am 5. prägte dieses Hoch die Strömung, doch hatte sich sein Kern nach N-Skandinavien verlagert und es erreichte unseren Raum über das Nordmeer und Großbritannien, während sich über S-Skandinavien Tief Hermann eingestellt hatte. Eine etwas merkwürdige Anordnung der Strömungen! Der Premeteo-Index summierte auf +3.
Tiefdruckphase 2: Am 6. verlor Hoch Sabine in der Bodenschicht seinen Einfluss, zeigte sich aber noch in den Strukturen der Höhenwetterkarte. Am Boden setzte gemäß dem Premeteo-Index eine flache zyklonale Strömung durch Tief Ira über Spanien und durch Tief Hermann über der Nordsee ein. Dabei war es überwiegend sonnig. Auf 500hpa war ein flacher antizyklonaler Keil über Mitteleuropa vorhanden, der besonders am 8. bei flacher zyklonaler Strömung am Boden aber bei verhältnismäßig tiefem Premeteo-Index einen sonnigen Sommertag bescherte, allerdings bei stetig fallendem Druck. Diese unterschiedliche Schichtung der Atmosphäre zeigte, dass die im Index 1 vorhandenen drei H*-Aspekte mit Pallas und Ceres in der Höhenströmung präsent waren, sich witterungsmäßig  auch durchsetzten, aber in der Bodenschicht bestimmten die höherrangigen Symmetrien und die Konjunktion von Mars mit Sedna und deren Auslösung Var 60 Sed T*  die Strömung. Allerdings blieben beide Strömungen flach. Tief Ira bestimmte noch bis zum 10. Juni die Wetterlage. Der Premeteo-Index summierte auf -19.
Hochdruckphase 2: Hoch Therese bewegte sich vom Nordmeer über die Beneluxstaaten nach Deutschland und brachte am 11. und 12. eine antizyklonale Lage. Der Premeteo-Index summierte auf +7.
Tiefdruckphase 3: Am 13. sorgte Tief Jörg für eine starke Erwärmung  und Gewitterbildung am Abend. Der Premeteo-Index hatte 0 Punkte.
Hochdruckphase 3: Am 14. bewegte sich Hoch Utah von der Biskaya nach Deutschland bei einem Premeteo-Index von +5 mit teils lockerer, teils dichter Bewölkung. Sie bestimmte auch am 15. die Strömung, während am 16. Hoch Velvet diese Aufgabe übernahm und dann Richtung Norden abwanderte. Der Premeteo-Index summierte auf +9.
Tiefdruckphase 4: Am 17. stellten Tief Lars über dem Ostatlantik und Tief Manni über der Biskaya die Strömung flach auf zyklonal um. Auf 500 hpa dagegen hatte sich ein Hochdruckkeil über der Region ausgebildet. Zwischen Tief Manni, das sich nach Frankreich hineinbewegte, und Hoch Uta über dem Balkan entstand eine starke Südströmung, die bei Sonnenschein mit nur geringer Bewölkung eine große Hitze bewirkte. Die Mittagkarte zeigt über SW-D eindeutig eine zyklonale Bodenströmung an. Der Premeteo-Index lag am 18. bei -11 wegen Var 180 Qua Tf* -11, das aber erst am Nachmittag um 14:22 UTC exakt wurde und auf den 19. hätte angerechnet werden müssen. Dann hätte der Premeteo-Index am 18. Juni 0 Punkte und am folgenden Tag -8 Punkte betragen, und hätte den Wetterverlauf stimmiger dargestellt. Der Hf-Aspekt Mer 72° GSZ  am Abend des 17. und Son 90 Mak H am 18. gingen einher mit der Zurückhaltung von Tief Manni über Frankreich und waren in der Höhenströmung präsent. Tief Manni bestimmte bis zum 19. die Bodenströmung bei zeitgleich auftretendem Höhenkeil, und die Atmosphäre heizte sich durch die geringe Bewölkung ganz enorm auf. Der Umschwung in der Höhenkarte zur zyklonalen Strömung vollzieht sich am 20., es kam zu Niederschlag und am Abend zum stürmischen Durchzug der Kaltfront von Tief Norbert mit kräftigen Unwettern. Der Premeteo-Index summierte auf -13.
Hochdruckphase 4: Während in der Höhe die zyklonale Strömung nun erhalten blieb, setzte sich am 21. und 22. das Azorenhoch vorübergehend durch. Der 22. Juni mit -11 Punkten beim Premeteo-Index und der Vierfach-Konjunktion von Merkur, Venus, Vesta und Varuna war damit ein sonniger Fehlprognosetag! Das Tief Othello zog erst in der Nacht zum 23. auf. Der Premeteo-Index summierte auf -3.
Tiefdruckphase 5: Am 23. und 24. bestimmte Tief Othello das Wetter über Deutschland. Dabei ging durch den Wechsel zu den kalten Luftmassen des Nordens trotz der Zyklonalität der Strömung der Luftdruck nach oben. Auf 500 hpa befand sich die südwestdeutsche Region auf der Zentralachse der Tiefdruckströmung. Der Premeteo-Index summierte auf -20.
Hochdruckphase 5: Am 25. kletterte der Luftdruck aufgrund der kalten, maritim-polaren, absinkenden Luftmassen weiter nach oben, und auf dem Bild der Bodenkarte gliederte sich die südwestdeutsche Region in das Azorenhoch ein, in dem über dem O-Atlantik eine Störung eingelagert war. Der Premeteo-Index hatte
-21 Punkte und auf 500 hpa lag die Region in einer zyklonalen Nordwestströmung. Die überwiegend grau verdichtete Bewölkung mit Schauern stimmte mit dem prognostizierten Regenwettersymbol ein. Auch am 26. blieb diese Wetterlage erhalten, doch zog Tief Petar über N-Polen in den skandinavischen Raum. Am 27. erhielt das Hoch über dem Ostatlantik den Namen Walburga und bestimmte weiterhin die Bodenschicht. Auf 500 hpa blieb die zyklonale Strömung jedoch erhalten, es gab täglich Niederschlag, und über diese gesamte Hochdruckphase summierte der Premeteo-Index nur auf -2, was den Gesamteindruck bestätigte.
Tiefdruckphase 6: Am 29. verlagerte sich Tief Petar etwas nach Süden und erfasste mit seiner zyklonalen Strömung auch den südwestdeutschen Raum. Es kam lokal zu heftigen Regenschauern. Der Premeteo-Index lag bei +8, durch die beiden H*- Aspekte GSZ 90 Apo +13, Cer 144 GaZ +10, die begleitet wurden von dem lokal starken Tf-Aspekt Mar 135 Sat -10 und Ves 150 GSZ -15. Es zeigte sich, dass sich in der Bodenschicht der Mars-Saturn-Aspekt mit dem starken Lokalbezug durchsetzte, während sich in der Höhenkarte schon eine leicht antizyklonale Krümmung der Isohypsen zeigte.
Hochdruckphase 6: Am 30. dehnte sich Hoch Walburga bereits wieder nach Deutschland aus. Der Premeteo-Index hatte +3 Punkte.

Zusammenfassung: Die Premeteo-Index-Prognose zum Juni 2013 war zufriedenstellend. Im Auswertungsdiagramm ist sehr schön zu sehen, wie der Verlauf des Luftdrucks mit dem gleitenden Durchschnitt des Premeteo-Index korrespondiert, dass es aber ab dem 23. zu einem spiegelbildlichen Verlauf des Luftdrucks gegenüber dem Premeteo-Index kommt. An der Rückseite von Tief Othello war kalte, polarmaritime Luft nach Süden vorgestoßen, die in die absinkenden Luftmassen des Azorenhochs in der Bodenschicht eingingen. In der Höhe blieb entsprechend dem Premeteo-Index die zyklonale Strömung über unserer Region erhalten und auch das Wetter war in diesem Zeitraum wechselhaft und entsprach weitgehend der Premeteo Symbolprognose mit Ausnahme des 27. Juni.

Da bei der Auswertung drei handwerkliche Fehler in der Umsetzung der Prognoseregeln erkannt wurden, wurde noch ein nachträglich korrigiertes Diagramm für den Premeteo-Index erstellt. Bei den am Schluss angehängten Tabellen sind die korrigierten Werte rot unterlegt.

SW-D befand sich an 15 Tagen im Einflussbereich antizyklonaler Strömung. Die Summe des prognostizierten Premeteo-Index für diese Tage ergibt +15, was einer Indexzahl von 1,0 pro Tag entspricht.

An 15 Tagen befand sich SW-D im Einflussbereich zyklonaler Strömung. Die Summe des prognostizierten Premeteo-Index für diese Tage ergibt -40, was einer Indexzahl pro Tag von -2,67 entspricht.

Die Prognose durch die Premeteo-Wettersymbole war an 4 Tagen falsch (am 7., 8., 18. , 27. ), an x Tagen richtig und an x Tagen tendenziell richtig.

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Dem interessierten Leser ist es möglich, sich die Konstellationen einzelner Tage anzusehen durch die zur Verfügung stehende dynamische Kosmogrammgraphik.