Juni 2017

Auswertung 2017/04

 Auswertung 2017/04 korrigiert

Allgemeine Beschreibung der Diagramme

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Das Diagramm zeigt den original Premeteo-Prognose-Index wie er vorab im Internet veröffentlicht war.

 

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Index 1: Summe aus den quantifizierten Wertzuordnungen der täglich exakten Impulsaspekte von 12 UTC des Vortags bis 12 UTC des betreffenden Tags

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Premeteo-Index: setzt sich zusammen aus Index 1, den quantifizierten, täglich exakten Symmetrien (12-12 UTC) und den quantifizierten Impulsauslösungen durch Konjunktionen, die sich an dem betreffenden Tag in einem Exaktheitsbereich von ± 1° befinden. Er ist massgeblich für die Prognose. Verläuft der Premeteo-Index im negativen Bereich, ist mit einer größeren Wahrscheinlichkeit für eine zyklonale Impulsierung (T = Tiefdruckwetterlage) der Atmosphäre über SW-Deutschland zu rechnen, verläuft sie im positiven Bereich ist eine größere Wahrscheinlichkeit für eine antizyklonale Strömung (H = Hochdruckwetterlage) gegeben. Der Premeteo-Index befindet sich noch in Entwicklung und soll durch weiterführende Forschung verbessert werden.
Die Differenz zwischen Premeteo-Index und Index 1 ergibt sich demnach durch die gleichzeitig auftretenden Impulse von Symmetrien und Konjunktionen.


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Luftdruck: täglicher Luftdruckwert der DWD-Wetterstation Lahr um 6 UTC (entnommen der Berliner Wetterkarte) minus 1015 hpa.


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Trendlinie des Premeteo-Index, die seinen Verlauf in einer mathematisch geglätteten Form zeigt.

 

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H, T: real eingetretene Hoch- und Tiefdruck-Bodenwetterlagen, deren Dauer durch Pfeile über der Datumsachse gekennzeichnet ist.

 

 

Wetterlagenverlauf Juni 2017 im Vergleich zur Premeteo-Indexprognose für Südwest-Deutschland

(Die Wetterlagenbeschreibungen wurden anhand der Berliner Wetterkarten erstellt.)

Zusammenfassung:

Der Juni 2017 war ein interessanter und durchaus auch zufriedenstellender Prognosemonat.

Interessant war vor allem der zu erwartende Unterschied zwischen der im Index 3 korrigierten und der unkorrigierten Prognose. Die beiden Prognosen unterschieden sich ab dem 14. Juni deutlich. Die unkorrigierte Originalprognose hatte sehr viel höhere, positive Premeteo-Indexwerte in der zweiten Monatshälfte als die korrigierte. Der Verlauf des Luftdrucks zeigte, dass die korrigierte Variante sehr viel näher am realen Verlauf des Wetters orientiert war. Trotzdem kam es in der Statistik bezüglich des richtig prognostizierten Wetterlagen-Vorzeichens zu einem Vorteil von drei Tagen.

Man kann in den Auswertungs-Diagrammen gut erkennen, dass der Monat durch eine ungewöhnlich lange Hochdruckwetterphase vom 10. bis zum 20. Juni gekennzeichnet war. Da, wo die Originalprognose nur abwärts gerichtete Spitzen innerhalb des positiven Bereichs zeigte, reichte der korrigierte Premeteo-Index an diesen Tagen (am 20., 21. und 25.) bis in den negativen Bereich. Der Verlauf des relativ niedrigen Luftdrucks zeigte, dass die korrigierten Werte des Premeteo-Index die lang anhaltende Hochdruckwetterlage zwar schwächten, aber keine Wende zu einer zyklonalen Strömung erreichen konnten.

Der Verlauf der Originalprognose mit den sehr hohen, positiven Werten korrespondierte zu der lang anhaltenden Hochdruckwetterphase, die der Juni 2017 aufwies. Sie zeigt, dass die in der korrigierten Prognose eliminierten H-Aspekte im Index 3 doch im Hintergrund anwesend waren und die Hochdruckwetterlage stabilisierten und damit in der Statistik der richtigen und falschen Prognosetage bezüglich des Premeteo-Index-Vorzeichens mit 24 richtig prognostizierten Tagen ein sehr gutes Ergebnis lieferten.

Bei der Statistik des monatlich gemittelten Premeteo-Index in den real abgelaufenen Hoch- und Tiefdruckwetterlagen zeigt sich seit Januar 2017 bei den korrigierten Prognosen jedoch ein deutlich harmonischeres Bild als bei den unkorrigierten Prognosen! Und diese Statistik ist im Grunde die Aussagekräftigere, weil sie zeigt, dass die realen Tiefdruckwetterlagen mit einer größeren Häufung von Tiefdruck-Aspekten als von Hochdruckaspekten einhergehen und dass dies sichtbar wird, wenn der monatlich gemittelte Premeteo-Index einen negativen Wert annimmt oder deutlich kleiner ist als der gemittelte Premeteo-Index der Hochdruckwetterphasen des bestimmten Monats.
(Die Diagramme der beiden erwähnten Statistiken für die Originalprognose und die korrigierte Prognose sind am Ende des Dokuments abgebildet.)


Beschreibung der einzelnen Wetterphasen:
Hochdruckphase 1: Hoch Xenia mit Kern über der Nordsee setzte am 1. Juni die Hochdruckphase der letzten drei Maitage in Übereinstimmung mit dem Premeteo-Index noch einen Tag fort. Der Index hatte einen Wert von +13.
Tiefdruckphase 1: Eine schmale T-Rinne zog sich am 2. über Südwestdeutschland bei einem Premeteo-Index von -4.
Hochdruckphase 2: Am 3. Juni befand sich unsere Region in einer schmalen, flachen Hochdruckbrücke zwischen Tief Heinrich mit Kernen über dem Nordostatlantik, Großbritannien und den Benelux-Ländern und einer flachen Tiefdruckzelle über der Nordadria. In der Nacht und am Vormittag des 4. war Tief Heinrich mit Kernen über Nordostdeutschland, Nordsee und Nordostatlantik bis in unsere Region mit kräftigen Niederschlägen wetterwirksam, doch setzte sich bis 12 UTC die Hochdruckströmung von Hoch Yannika schon ganz schwach durch. Der Premeteo-Index hatte einen Wert von -1. Am 5. dehnte sich um 0 UTC Hoch Yannika nun mit Kern über Südostdeutschland/Tschechien über ganz Deutschland aus und wanderte dann weiter nach Osten ab. Der Premeteo-Index summierte über die dreitägige Hochdruckphase auf +10.
Tiefdruckphase 2: Am 6. gab es bei der Prognose eine ausgeprägte, eintägige Spitze in den negativen Bereich, und der Verlauf des Luftdrucks durch Tief Ingraban über Großbritannien bildete das genau ab. Der Premeteo-Index hatte einen Wert von -15 / korr. -17.
Hochdruckphase 3: Noch begleitet von kräftigem Wind, ergiebigen Schauern mit Gewittern und steigendem Druck am Vormittag, dehnte sich Hoch Zalia über der Biskaya am 7. bis in unsere Region aus. Am 8. lag ihr Kern bereits über den Ostalpen. Der Premeteo-Index lag bei -2 / korr. -5, und der Himmel war am Vormittag durchgehend von milchiger Schleierbewölkung bezogen, die sich am Nachmittag bei einsetzendem Luftdruckfall auflöste.
Tiefdruckphase 3: Am 9. brachte Tief Jörn mit Kern über dem Ostatlantik und Schottland Gewitter und Niederschlag. Der Premeteo-Index hatte einen Wert von -3 / korr. -1.
Hochdruckphase 4: Mit Hoch Anni über Frankreich kehrte am 10. bereits wieder eine klare Atmosphäre mit Sonnenschein zurück Der Hochdruckkern wanderte weiter nach Tschechien. Am 12. geriet Südwestdeutschland vorübergehend in den Einflussbereich von Tief Karl über Schottland, doch bis 12 UTC hatte Azorenhoch Babara seine Isobaren schon über unsere Region ausgebreitet und bestimmte auch am 13. die Wetterlage. Dieser Tag hatte neben einem Premeteo-Index von -18 auch einen alternativen Index von +20. Nach den bisher guten Erfahrungen mit Neptun 72° Sedna als T*-Aspekt dürfte in diesem Fall die Symmetrie Merkur 45° Uranus Varuna TTH?* die größere Rolle gespielt haben. Uranus 90° Varuna trägt wahrscheinlich einen H-Impuls. Jupiter 60° Mondapogäum H* im Index 1 hat möglicherweise einen starken Lokalbezug. Am 14. lag der Kern von Hoch Barbara über Westdeutschland und wanderte bis zum 15. weiter nach Polen und blieb zunächst wetterbestimmend. Das etwas mehr ausgeprägte Wellental des geglätteten, korr. Premeteo-Index vom 13. bis 15. fand seinen Niederschlag in der leicht fallenden Luftdruckkurve, aber die antizyklonale Strömung blieb erhalten. Am 16. setzte sich schließlich Hoch Concha mit Kern über der Biskaya durch und der damit verbundene, kräftige Luftdruckanstieg fand auch beim Premeteo-Index seine Analogie. Hoch Concha erreichte Westdeutschland mit seinem Kern am 18., als der Premeteo-Index die größte Antizyklonalität anzeigte, aber der Luftdruck fiel bereits wieder. Allerdings fiel er nicht so stark, wie vom korrigierten Premeteo-Index erwartet. Der Kern von Hoch Concha hatte sich zwar am 20. bis zum Balkan verlagert, doch blieb eine flache, antizyklonale Strömung über unserer Region bestehen. Die Merkur-T-Aspekte und die Merkur-T-Symmetrie, die für den negativen, korr. Premeteo-Index verantwortlich waren, setzten sich nicht völlig gegen die bestehende, antizyklonale Strömung durch. Dies entsprach dem geglätteten, korr. Premeteo-Index, der sein Wellental erst in einer Verschiebung um zwei Tage am 21./22. Juni ausbildete. Am 21. lag Hoch Deike über der Nordsee und stabilisierte ebenfalls die Atmosphäre. Neben den T-Aspekten hatte der Tag auch zwei H-Aspekte: Merkur 0° Sonne und Neptun 90° Apogäum. Es kam zu hochsommerlichen Temperaturen über 30°C. Der Kern von Hoch Deike erreichte am 22. Tschechien und in der Nacht zum 23. erstreckte sich der Isobarenbereich von Tief Paul bei Dänemark über ganz Deutschland. Bis 12 UTC hatte sich aber bereits das Azorenhoch bis über Südwestdeutschland ausgedehnt und so musste der Tag für unsere Region der anhaltenden Hochdruckphase zugeordnet werden. Der Luftdruck stieg zum 24. noch an, und das Azorenhoch reichte flach über ganz Deutschland. Um 0 UTC am 25. reichte es nur noch über den Südwesten und Süden Deutschlands. Es war stark, oft dicht bewölkt und der korrigierte Premeteo-Index lag mit seinen Wert von -4 näher am Verlauf des realen Wettergeschehens als der unkorrigierte Index. Dennoch verblieb die Strömung im flach antizyklonalen Modus. Die Antizyklonalität verstärkte sich bei fallendem Luftdruck zum 26., als der Kern der Hochdruckströmung um 0 UTC über Südwestdeutschland lag. Der korrigierte Premeteo-Index zeigte an diesem Tag auch noch mal eine deutliche Spitze in den positiven Bereich. Der Premeteo-Index summierte über die 17-tägige Phase auf +428 / korrigiert auf +94.
Tiefdruckphase 4: Am 27. vollzog sich die Umstellung zur zyklonalen Strömung durch Tief Rasmund westlich Irlands. Hier zeigte es sich wieder, dass der korrigierte Index die reale Wetterlage besser wiedergab. Allerdings entwickelte sich die Zyklonalität dann deutlich kräftiger, als auch der korr. Index erwarten ließ. Dies ging mit starken konvektiven Energieumsetzungen in der Atmosphäre einher. Am 28. zeigte sich auf 500 hpa ein umfangreicher Trog, der ganz Europa umfasste und sich nur langsam nach Osten verlagerte. Merkur trat am 28. in Konjunktion mit Mars, ein Tiefdruckaspekt. Dies geschah in 120° zu Neptun (exakt um 00:24 UTC am 28.), aber auch in 72° zu Makemake T und dem Supergalaktischen Zentrum GSZ Hf, Aspekte, die sich durch ihre widersprechenden Impulse auszeichneten (exakt am 30. um 18:40 und 23:28 UTC). Der Premeteo-Index summierte über die 3-tägige Tiefdruckphase auf +84 / korr. auf +6.
Hochdruckphase 5: Der H*-Aspekt Ceres 72° Orcus, der am 29. exakt wurde, schien seinen Einfluss erst am 30. in der Bodenatmosphäre bemerkbar zu machen. Bei zwar noch immer tiefem Luftdruck lockerte ein flacher Keil des Azorenhochs die Bewölkung auf und der Tagesgang des Luftdrucks zeigte den typischen Aufschwung antizyklonaler Tage um 12 UTC und den Abschwung zu 18 UTC. Der Premeteo-Index hatte einen Wert von 33 / korr. +7.

SW-D befand sich an 24 Tagen im Einflussbereich antizyklonaler Strömung. Die Summe des prognostizierten Premeteo-Index für diese Tage ergab +495 / korr. +130. Dies entsprach einer Indexzahl von +20,63 / korr. +5,42 pro Tag.

An 6 Tagen befand sich SW-D im Einflussbereich zyklonaler Strömung. Die Summe des prognostizierten Premeteo-Index für diese Tage ergab +62 / korr. -14. Dies entsprach einer Indexzahl von +10,33 / korr. -2,33 pro Tag.

Die Prognose durch die Premeteo-Wettersymbole war an 2 / korr. 3 Tagen falsch (am 7. und am 13., korr. am 7., 13. und am 20.), an 15 Tagen richtig und an 13 / korr. 12 Tagen tendenziell richtig.

Es folgen noch die oben in der Zusammenfassung erwähnten Diagramme!

Auswertung 2017/04

Auswertung 2017/04

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Kosmogramm 06/2017

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