März 2016

Auswertung 2016/02

Auswertung 2016/02

Allgemeine Beschreibung der Diagramme

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Das Diagramm zeigt den original Premeteo-Prognose-Index wie er vorab im Internet veröffentlicht war.

 

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Index 1: Summe aus den quantifizierten Wertzuordnungen der täglich exakten Impulsaspekte von 12 UTC des Vortags bis 12 UTC des betreffenden Tags

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Premeteo-Index: setzt sich zusammen aus Index 1, den quantifizierten, täglich exakten Symmetrien (12-12 UTC) und den quantifizierten Impulsauslösungen durch Konjunktionen, die sich an dem betreffenden Tag in einem Exaktheitsbereich von ± 1° befinden. Er ist massgeblich für die Prognose. Verläuft der Premeteo-Index im negativen Bereich, ist mit einer größeren Wahrscheinlichkeit für eine zyklonale Impulsierung (T = Tiefdruckwetterlage) der Atmosphäre über SW-Deutschland zu rechnen, verläuft sie im positiven Bereich ist eine größere Wahrscheinlichkeit für eine antizyklonale Strömung (H = Hochdruckwetterlage) gegeben. Der Premeteo-Index befindet sich noch in Entwicklung und soll durch weiterführende Forschung verbessert werden.
Die Differenz zwischen Premeteo-Index und Index 1 ergibt sich demnach durch die gleichzeitig auftretenden Impulse von Symmetrien und Konjunktionen.


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Luftdruck: täglicher Luftdruckwert der DWD-Wetterstation Lahr um 6 UTC (entnommen der Berliner Wetterkarte) minus 1015 hpa.


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Trendlinie des Premeteo-Index, die seinen Verlauf in einer mathematisch geglätteten Form zeigt.

 

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H, T: real eingetretene Hoch- und Tiefdruck-Bodenwetterlagen, deren Dauer durch Pfeile über der Datumsachse gekennzeichnet ist.

 

 

Wetterlagenverlauf März 2016 im Vergleich zur Premeteo-Indexprognose für Südwest-Deutschland

(Im Diagramm sind über der Datumsachse die real eingetreten Hoch- und Tiefdruckphasen durch Doppelpfeile eingetragen. Ausschlaggebend für die Evaluation ist der tägliche Premeteo-Index, in der dünneren, roten Linie mit Dreieckspunkten dargestellt. Ein negativer Premeteo-Index zeigt die Wahrscheinlichkeit für eine zyklonale Tiefdruckströmung, ein positiver Premeteo-Index die Wahrscheinlichkeit für eine antizyklonale Hochdruckströmung an.
Die Wetterlagenbeschreibungen wurden anhand der Berliner Wetterkarten erstellt. Ausschlaggebend ist die Europa-Bodenkarte um 0 UTC, die feiner skalierte 12 UTC-Karte von Mitteleuropa wird nur bei einem Wetterlagenwechsel für die Einordnung des Tages hinzugezogen. Am Ende des Dokuments befinden sich die Tabellen und Konstellationen, die dem Diagramm zugrunde liegen.)
Wegen einiger handwerklicher Fehler in der Original-Prognose wurde ein zusätzliches Auswertungsdiagramm mit einem nun nachträglich korrigierten Prognoseindex erstellt.

Hochdruckphase 1: Der März begann mit einem kurzen Vorstoß des Azorenhochs. Das war ein interessanter Fall, da im Index 2 die Symmetrie Sonne 2° Neptun Ceres H A mit +7 Punkten hätte angerechnet werden können. Dies geschah nicht wegen der Aktivierung der fast-exakten T-Aspekte Sonne 72° Quaoar  und Ceres 30° Pallas im Index 3. Die Symmetrie dominierte offensichtlich über die höherrangigen Aspekte des Index 3. Der Premeteo-Index hatte einen Wert von -8
Tiefdruckphase 1: Erst am 2. kann sich Tief Aloisia über dem Nordmeer über ganz Deutschland durchsetzen, und es blieb auch am 3. mit Schnee- und Graupelschauern wetterbestimmend. Dabei hatte sich sein Kern weiter nach Süden in die Nordsee verlagert. In der Nacht zum 4. kam die Region auf 500 hpa unter einen flachen Hochdruckkeil zu liegen und auch in der Bodenatmosphäre hatte sich eine schmale Hochdruckzone ausgebildet zwischen Tief Bianca über Großbritannien und dem Tief über dem Balkan. Im Laufe des Vormittags kam es jedoch zu kräftigem Druckfall und Tief Bianca dehnte seinen Einfluss bis über Südwestdeutschland aus. Der Premeteo-Index hatte einen Wert von -27. Zum 5. stieg der Premeteo-Index durch mehrere H- und Hf-Aspekte von Sonne und Merkur im Index1 auf +41 an.
Der Index 1 wies allein schon +22 Punkte auf. Doch Tief Bianca zog nicht schnell durch, wie es für Tiefs meist üblich ist, sondern stabilisierte sich mit einem Kern am Boden über den Benelux-Ländern und in der Höhe über dem Ärmelkanal. Dabei okkludierte es bei gleichbleibend tiefen Kerndruck von 995 hpa vollständig. Die großräumig aufsteigenden Luftmassen gingen konstellatorisch einher mit der Konjunktion Sonne 0° Ceres am 3. um 21:37 UTC, und mit Venus 120° Mondapogäum und Sonne 144° Mondapogäum am 5. um 14:14 und 16:52 UTC. Durch die Sonne-Ceres-Konjunktion wurde Ceres 30° Pallas T* als ranghöchster Aspekt des Tages im Index 3 aktiviert und Merkur bildete eine exakte 15°-Symmetrie zu diesem Aspekt im Index 2. Außerdem gab es im Index 3 noch zwei weitere Aspekte mit Ceres innerhalb des Asteroidengürtels, die für sich gesehen auch H-Aspekte waren und als solche auch berechnet wurden.
(Der Prognosefehler lag darin, dass, geblendet durch die Hf-Aspekte im Index 1, übersehen wurde, dass die Teilungs-Symmetrie Merkur 15° Pallas Ceres den Aspekt Ceres 30° Pallas T* als ranghöchsten Aspekt des Tages im Index 2 ausgab. Das bedeutete, dass alle Merkur- und Sonne-H-Aspekte nicht berechnet werden durften. Führt man dies durch, dann ergibt sich ein Premeteo- Index von -9 für den 5. und +20 für den 6. März. Der Tag hätte durch die bestehenden Prognoseregeln also tatsächlich als zyklonaler Tag prognostiziert werden können. Ein handwerklicher Fehler! Das korrigierte Diagramm zeigt den richtigen Verlauf des Premeteo-Index entsprechend den Prognoseregeln, in den korrigierten Tabellen durch rote Farbe gekennzeichnet.)
In der Nacht zum 6. kam es zu kräftigem Schneefall bis in die Niederungen.
Der Premeteo-Index summierte unkorrigiert auf +2, korrigiert auf -48.
Hochdruckphase 2: Tief Bianca zeigte am 6. schon um 0 UTC eine antizyklonale Krümmung ihrer Isobaren im Bereich Südwestdeutschlands, und auch die Mittagkarte um 12 UTC bestätigte die schwache Antizyklonalisierung von Südwesten her. Dieser flache Keil war auch am 7. März um 0 UTC zwischen einem Tief über der Biskaya und Tief Bianca über Südskandinavien vorhanden. Es war auch in der Mittagskarte noch nicht vollständig aufgelöst. Am 8. März befanden sich Südwest- und Süddeutschland um 0 UTC im westlichen Grenzbereich von Tief Bianca II, dessen Kern über den Karpaten lag. Es kam zu sehr ausgiebigen Schneefällen in der Nacht, doch stellte sich schon bis zum Mittag wieder eine antizyklonale Strömung ein. Der Premeteo-Index hatte einen Wert von -6 durch eine Konjunktionssymmetrie mit Chiron im Index 2. Der März 2016 ist der letzte Monat, bei dem Chiron noch als Symmetrieplanet verwendet wurde. Die Symmetrien mit Chiron hatten schon mehrfach zu Fehlprognosen geführt und wurden daher aufgegeben. Als bahnkreuzender Sonnentrabant ist er ein Sonderling gegenüber den anderen Planeten des Prognosesystems. Er scheint keine impulsierenden Symmetrien bilden zu können. Der Premeteo-Index für den 8. März hatte daher nach den heute aktuellen Prognoseregeln den Wert 0. Dies wurde auch im korrigierten Diagramm berücksichtigt. Die Tagesmitteltemperatur erreichte am 8. ihr Minimum in der ersten Dekade des Monats. In der Nacht zum 9. März fand über Südostasien eine totale Sonnenfinsternis statt. Über Süddeutschland hatte sich eine kleine Hochdruckzelle ausgebildet, die den Namen Joachim erhielt und sich recht rasch nach Norden zum Baltikum verlagerte. Der Premeteo-Index summierte auf +40 / korrigiert +32.
Tiefdruckphase 2: Der 10. März hatte durch den starken T-Aspekt Venus 150° Varuna Tf, der sowohl im Index 1 als auch im Index 2 auftrat, einen Wert von -24. Starker Druckfall war bereits 9. aufgetreten, erreichte aber schon gegen 18 UTC sein Minimum. Die Atmosphäre strahlte in der Nacht stark ab und stabilisierte sich. Tief Doris über Westfrankreich und über dem westlichen und mittleren Mittelmeerraum wurde über Südwestdeutschland kaum wetterwirksam. Es reichte bis zum Mittag des 10. mit seinem Isobarenbereich bis flach in unsere Region. In der Nacht zum 11. gehörte trotz deutlich gestiegenen Luftdrucks die Region noch immer eher zu Tief Doris, dessen Kern nun zwischen Tunesien und Sizilien lag, als zu Hoch Joachim über Südschweden. Ähnliche Strukturen zeigten sich auch noch in der Mittagkarte. Der Premeteo-Index summierte auf -25.
Hochdruckphase 3: Am 12. lag das okkludierte Tief Doris mit seinem Kern noch immer zwischen Sizilien und Tunesien, hatte sich jedoch schon weiter aufgefüllt. Hoch Joachim war mit seinem Kern von Südschweden nach Dänemark-Norddeutschland etwas näher herangezogen und Südwestdeutschland lag nun in seinem Isobarenbereich. Auch am 13. und 14. bestimmte Hoch Joachim weiterhin mit seinen kalten Luftmassen das Wetter. Sein Kern befand sich am 14. über der Nordsee. Der Premeteo-Index hatte an diesen beiden Tagen die negativen Werte -6 und -10. Der negative Index kam am 13.hauptsächlich durch die Venus-T-Aspekte Venus 150° GSZ und Venus 150° Makemake zustande, die in allen drei Indices auftraten. Aber Ceres 180° Jupiter H* war wohl die entscheidende Winkelbeziehung für das kalte Hochdruckwetter. Am 13. befand sich ein kleines, kompaktes Höhentief, ein sogenannter Kaltlufttropfen direkt über Südwestdeutschland, setzte sich mit seiner zyklonalen Strömung nicht bis in die Bodenatmosphäre durch und wanderte zum 14. bis über die Pyrenäen. Am 14. gab es im Index 2 wieder einen handwerklichen Fehler: Im Index 2 hätte die um 22 UTC auftretende Symmetrie Venus 15° Pallas Ceres T  wegen Ceres 180° Jupiter H* nicht angerecht werden dürfen! Führt man dies durch, hat der 15. März einen Premeteo-Index von +14. (Dies wurde im korrigierten Diagramm berichtigt und in den korrigierten Tabellen rot gekennzeichnet). Für den nun seit dem 11. deutlich höheren Luftdruck könnte der zum Zeitpunkt der Prognosenerstellung unbekannte Aspekt Haumea 180° Eris mitverantwortlich sein. Das Mondapogäum trat im Laufe des 11. in Konjunktion mit Haumea in Konjunktion, wodurch Haumea 180° Eris im Index 3 aktiviert wurde. Inzwischen wurde dieser Aspekt seit Dezember 2014 schon dreimal exakt. Der nächste Termin ist der 2. April 2016. Es zeichnete sich ab, dass er einen H-Impuls trägt. Sicher ist das noch nicht, aber die Phase des Hochs Joachim sprach nun auch dafür. Die Konjunktion des Mondapogäums mit Haumea hielt bis zum 27. März an und im korrigierten Diagramm wurde Haumea 180° Eris probehalber mit +11 Punkten eingerechnet (Dies wurde in den korrigierten Tabellen in blauer Farbe gekennzeichnet).
Vom 15. bis zum 17. bestimmte Hoch Joachim weiterhin die Strömung. Es lag dabei mit seinem Kern über der nördlichen Nordsee. Am 16. dehnte sich auf 500 hpa ein Tief mit Kern den über Ostalpen über unsere Region aus und brachte am Vormittag verstärkt Bewölkung und kalten Ostwind. Am 17. war es mit seinem Kern über Südwestfrankreich angekommen. An diesem Tag hatte der Premeteo-Index einen Wert von -4, am 18. lag er bei +4, am 19. bei -1, er schwang um die Nulllinie und Hoch Joachim verlagerte seinen Kern auf den Nordatlantik westlich Schottlands. Unsere Region verblieb in seinem kalten Einflussbereich, auch vom 20. bis 22. März. Der Luftdruck fiel am 22. deutlich ab, doch blieb die Strömung weiterhin antizyklonal, während sie auf 500 hpa flach zyklonal war. Am 23. fiel der Druck sogar auf rund 1010 hpa und doch blieb in unserer Region die Strömung durch Hoch Joachim antizyklonal, das nun mit seinem Kern über Großbritannien lag. Der Kern des Hochs verlagerte sich am 24. etwas nach Süden vor die Biskaya und zog zum 25. dann rasch nach Osten ab, wo es um 0 UTC über den Ostalpen lag. Unsere Region befand sich zu diesem Zeitpunkt noch in seinem Einflussbereich, doch ging im Laufe des Tages die Strömung in den von Südwesten hereinragenden Keil des Azorenhochs über. Damit ging die 14-tägige Regentschaft von Hoch Joachim über unserer Region zu Ende. Dies war verbunden mit dem Trogvorstoß bis in die Nordhälfte Deutschlands durch Tief Hedi bei Island. Es regnete auch im Südwesten, denn damit verbunden war ein Wechsel zu wärmeren Luftmassen. Dennoch war die Strömung weiterhin gemäß dem Premeteo-Index als überwiegend antizyklonal einzustufen, denn am 26. lag noch Hoch Kurt mit seinem Kern über Frankreich. Der Premeteo-Index summierte über die 15-tägige Hochdruckphase auf +31 / korrigiert +200.
Tiefdruckphase 3: Tief Irmgard mit Kern über Schottland stieß am 27. mit seinem Trog bis über Mitteleuropa vor. Es zog zum 28. weiter ins Nordmeer, aber ein weiterer Tiefdruckkern verblieb über Großbritannien und hielt Südwestdeutschland weiter im zyklonalen Strömungsbereich. Tief Jeanne über Südnorwegen folgte am 29. nach  und am 30. lag wiederum das Zentrum der zyklonalen Strömung über Großbritannien und verlagerte sich zum 31. März weiter nach Süden über Frankreich und den südwestlichen Mittelmeerraum. (Der März 2016 war so etwas wie eine „Montags-Prognose“! Am 30. und 31. war bei der Erstellung der Prognose der Index 1 vergessen worden einzutragen. Er hatte am 30. den Wert -4  und am 31. den Wert -1. Der Premeteo-Index nahm die Werte -5 und -9 an. Dies wurde in den korrigierten Tabellen in Grün eingetragen.) Der Premeteo-Index summierte über das 5-tägige Tief auf -16 / korrigiert -10.

Zusammenfassung:
Die Prognose des März 2016, die schon im März 2014 erstellt worden war, enthielt leider handwerkliche Fehler am 5., 6., 15., 30. und 31. März, die erst jetzt beim Ablauf des realen Wetters bemerkt wurden. Daher wurde nun zusätzlich ein nachträglich korrigiertes Auswertungsdiagramm erzeugt, das darstellt, wie der Premeteo-Index-Verlauf korrekt entsprechend den Prognoseregeln ausgesehen hätte. Dabei wurde auch die im Index 3 lang anhaltende Aktivierung des 2014 noch unbestimmbaren Aspekts Haumea 180° Eris H?* mal probehalber mit +11 Punkten eingesetzt.
 
Die ursprüngliche Prognose geht mit 10 Fehlprognosetagen bezüglich der Strömung in die Statistik ein. Das ist ein unterdurchschnittliches Ergebnis. Zufriedenstellend war dagegen, dass der mittlere Premeteo-Index pro Tag bei den real abgelaufenen Hochdruckwetterlagen tatsächlich einen positiven und bei den real abgelaufenen Tiefdruckwetterlagen tatsächlich einen negativen Wert aufwies, wie es im Idealfall für die Bestätigung der Hypothese wünschenswert ist, die die Meteorologie und die Astronomie auf der Ebene der Raum-Zeit-Ereignisse zu einem interdisziplinären Forschungsfeld verbindet.


SW-D befand sich an 20 Tagen im Einflussbereich antizyklonaler Strömung. Die Summe des prognostizierten Premeteo-Index für diese Tage ergab 63 (korrigiert 224). Dies entsprach einer Indexzahl von +3,13 (korr. +11,2) pro Tag.
 
An 11 Tagen befand sich SW-D im Einflussbereich zyklonaler Strömung. Die Summe des prognostizierten Premeteo-Index für diese Tage ergab –39 (korrigiert -83). Dies entsprach einer Indexzahl von -3,55 (korr. -7,55) pro Tag.

Die Prognose durch die Premeteo-Wettersymbole war an 5 (korr. 7) Tagen falsch (am 5., 6., 10., 24. und 25.), an 11 (korr. 14) Tagen richtig und an 15 (korr. 10) Tagen tendenziell richtig.


 

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Kosmogramm 03/2016

Dem interessierten Leser ist es möglich, sich die Konstellationen einzelner Tage anzusehen durch die zur Verfügung stehende dynamische Kosmogrammgraphik.