Mai 2015

Auswertung 2015/05

Allgemeine Beschreibung der Diagramme

Erklärungen zu den verwendeten Fachbegriffen erhalten Sie im: link-arrow-grauGlossar

Das Diagramm zeigt den original Premeteo-Prognose-Index wie er vorab im Internet veröffentlicht war.

 

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Index 1: Summe aus den quantifizierten Wertzuordnungen der täglich exakten Impulsaspekte von 12 UTC des Vortags bis 12 UTC des betreffenden Tags

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Premeteo-Index: setzt sich zusammen aus Index 1, den quantifizierten, täglich exakten Symmetrien (12-12 UTC) und den quantifizierten Impulsauslösungen durch Konjunktionen, die sich an dem betreffenden Tag in einem Exaktheitsbereich von ± 1° befinden. Er ist massgeblich für die Prognose. Verläuft der Premeteo-Index im negativen Bereich, ist mit einer größeren Wahrscheinlichkeit für eine zyklonale Impulsierung (T = Tiefdruckwetterlage) der Atmosphäre über SW-Deutschland zu rechnen, verläuft sie im positiven Bereich ist eine größere Wahrscheinlichkeit für eine antizyklonale Strömung (H = Hochdruckwetterlage) gegeben. Der Premeteo-Index befindet sich noch in Entwicklung und soll durch weiterführende Forschung verbessert werden.
Die Differenz zwischen Premeteo-Index und Index 1 ergibt sich demnach durch die gleichzeitig auftretenden Impulse von Symmetrien und Konjunktionen.


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Luftdruck: täglicher Luftdruckwert der DWD-Wetterstation Lahr um 6 UTC (entnommen der Berliner Wetterkarte) minus 1015 hpa.


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Trendlinie des Premeteo-Index, die seinen Verlauf in einer mathematisch geglätteten Form zeigt.

 

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H, T: real eingetretene Hoch- und Tiefdruck-Bodenwetterlagen, deren Dauer durch Pfeile über der Datumsachse gekennzeichnet ist.

 

 

Wetterlagenverlauf Mai 2015 im Vergleich zur Premeteo-Indexprognose für Südwest-Deutschland

(Die Wetterlagenbeschreibungen wurden anhand der Berliner Wetterkarten erstellt.)

Tiefdruckphase 1: Der Mai 2015 begann wie der Premeteo-Index durch Tief Yvo über dem Ostatlantik mit einer zyklonalen Wetterlage. Das Besondere des Monats war die Konjunktion von Quaoar mit dem Galaktischen Zentrum (GaZ). Diese löste u.a. die Winkelbeziehung Neptun 72° Quaoar?* aus, die sich im Sommer 2014 als möglicherweise sehr starker T*-Aspekt  erwies. Obwohl die Luftdruckkurve vom 1. bis 5. deutlich tiefer als der gleitende Durchschnitt des Premeteo-Index lag, sieht man am 2. einen leichten Anstieg des Luftdrucks und wieder einen leichten Fall zum 3. Mai entsprechend dem Formverlauf des Premeteo-Index. Diese Übereinstimmung des  Formverlaufs zwischen Luftdruck und Premeteo-Index setzt sich auch an den folgenden Tagen bis zum 9. Mai fort. Der Premeteo-Index summierte über die dreitägige Tiefdruckphase auf +13.
Hochdruckphase 1: Am 4. reichte Tief Yvo über ganz Deutschland außer Südwestdeutschland. Dieses lag im Isobarenbereich eines Hochs über Süditalien. Der Premeteo-Index lag bei +4.
Tiefdruckphase 2: Am 5. bestimmte Tief Zoran über dem Ärmelkanal das Wetter. Der Premeteo-Index lag bei -7.
Hochdruckphase 2: Hoch Suse übernahm am 6. und 7. die Regie. Es wanderte von Portugal über Südwestfrankreich und lag am 8. über Osteuropa. Der Premeteo-Index summierte auf +10.
Tiefdruckphase 3: Südwestdeutschland lag am 8. zwischen Tief Andreas über Ostatlantik und Hoch Suse über Osteuropa, die Karte um 12 UTC zeigte eine zyklonale Strömung über der Region, so dass dieser Tag als überwiegend zyklonal angesehen werden konnte. Der Premeteo-Index hatte den Wert -7.
Hochdruckphase 3: Am 9. setzte bei einem Premeteo-Index von +12 durch Hoch Tina über Madeira eine antizyklonale Phase ein, wobei Hoch Tina über Frankreich und Deutschland nach Osteuropa wanderte. Vom 9. auf den 10. stieg der Luftdruck kräftig an, während der Premeteo-Index steil nach unten abfiel und am 12. ein Minimum von -33 erreichte. Im Premeteo-Index kam dies am 10. hauptsächlich durch Varuna 72° aufst. Mondknoten T?*(5/10) -11 im Index 1 zustande. Dieser Aspekt wurde angerechnet, weil auch im Index 3 der Aspekt Var 150 GaZ T?*(1/4) -11/0 angerechnet worden war. Am 9. war der Hf-Aspekt Mars 150° Quaoar exakt geworden. Er war der Regel entsprechend im Index 1 statt mit +4, wie bei Mars-Aspekten üblich, mit +10 Punkten angerechnet worden. Hf-Aspekte haben einen besonders starken Lokalbezug und dieser Aspekt tauchte auch am 9. und 10. Mai im Index 3 auf, dort allerdings nur mit +4 Punkten berechnet.  Am 11. bestimmte allein Index 3 den negative Wert. Es hatte ein leichter Luftdruckfall eingesetzt. Am 12. kam der negative Wert zum größten Anteil aus Index 2 durch eine Chiron-Symmetrie, die nach den aktuellen Regeln nicht mehr angewendet wird. Am 12. erreichte der Luftdruck dennoch ähnlich zum Premeteo-Index einen Talpunkt. Auch war an den drei Tagen mit dem negativen Index großflächige Altostratus- translucidus-Bewölkung vorhanden, die lokal auch stärker verdichtete. Es waren nicht die typischen rein-weißen Schönwetter-Cumuli, die vorherrschten, sondern zeitweise wirkte die Atmosphäre besonders am Nachmittag sehr labilisiert. Doch blieb auch am 12. die Atmosphäre überwiegend antizyklonal. Auf 500 hpa hatte sich ein kräftiger Hochdruckkeil ausgebildet. Zum 13. war wieder entsprechend dem Premeteo-Index der Luftdruck angestiegen und die Atmosphäre klarte deutlich auf. Der Premeteo-Index summierte über die 5-tägige Hochdruckphase auf -41.
Tiefdruckphase 4: Der noch flach-positive Premeteo-Index war stark fallend als sich ein Tief über Südostdeutschland am 14. über unserer Region ausdehnte. Tief Carlo befand sich noch bei Irland und wanderte zum 15. bis nach Norditalien. Es brachte vom 14. zum 15. zum Teil starke Niederschläge. Vor allem strömte kalte, maritime Polarluft in die Region, die den Luftdruck kräftig steigen ließ. Am 16. stieß der Keil des Azorenhochs nach Osten, aber ab Mittag labilisierte sich die Atmosphäre wieder – trotz weiter ansteigenden Luftdrucks - durch ein Tief über Südskandinavien, das mit Tief Diethelm über Island verbunden war. Deshalb wurde dieser Tag als überwiegend zyklonal eingestuft, aber er ist ein Grenzfall, über den sich streiten ließe. Der starke Anstieg des Luftdrucks hing mit dem Einfließen kalter, maritimer Polarluft zusammen, die die Bodenatmosphäre zunehmend stabilisierte. In der Nacht zum 17. fiel  Niederschlag und es bildete sich auch am Tage noch einemal kräftige, aber zunehmend aufgelockerte Bewölkung. Der Premeteo-Index summierte auf -112 Punkte.
Hochdruckphase 4: Am Nachmittag und Abend des 17. wurden die beiden H*-Aspekte Juno 144° Chiron und Juno 45° Makemake exakt und formten am 18. – trotz stark fallenden Drucks – die Isobaren vorübergehend in einer antizyklonalen Form durch das Azorenhoch und das Hoch über der Biskaya. Die Atmosphäre war an diesem Tag von einer auffallenden Klarheit! Der Premeteo-Index hatte einen Wert von -22.
Tiefdruckphase 5: Am 19. konnte dann Tief Diethelm seinen Kern bis in die Nordsee nach Süden verlagern und zyklonalisierte erneut die Strömung über unserer Region. Am 20. kam noch der Einfluss von Tief Erik über dem Golf von Genua dazu. Der Premeteo-Index summierte auf -44.
Hochdruckphase 5: Wieder stieß kalte, maritime Polarluft nach Süden vor und stabilisierte die Atmosphäre zum Keil des Azorenhochs vom 21. bis 23., während auf 500 hpa eine zyklonale Strömung herrschte. Der hohe Luftdruck hatte schon am 22. sein Maximum erreicht und am 23. ist es bereits deutlich stärker bewölkt, als an beiden vorangegangenen Tagen. Der Premeteo-Index summierte auf -27.
Tiefdruckphase 6: Am 24. gerät Südwestdeutschland in den Isobarenbereich des Tiefs Erik, das inzwischen mit seinem Kern über der Ägäis liegt. Dieser Tag hat im Premeteo-Index einen einzelnen positiven Tag, so dass er wie die vorausgegangenen 3 Tage bezüglich der Strömung als Fehlprognose eingeordnet werden musste. Es herrschte eine windstille, leicht schwüle Witterung. Am 25. kam es zu einem Luftmassenwechsel. Die Region geriet in den Isobarenbereich von Tief Gunnar über dem Nordmeer und Südskandinavien. Der Premeteo-Index erreichte am 25. und 26. seine tiefsten Werte und das Höhentief ging in eine Nordwestströmung über. Der Premeteo-Index summierte über die dreitägige Phase auf -38.
Hochdruckphase 6: Genau wie bei Hochdruckphase 4 und 5 kommt es am 27. an der Rückseite des Tiefs zum Vorstoß kalter, schwerer, maritimer Subpolarluft, die absinkt und die Atmosphäre der Region mit dem Azorenhoch verbindet. Auf 500 hpa bleibt die zyklonale jedoch Strömung erhalten. Der Premeteo-Index hatte einen Wert von -16.
Tiefdruckphase 7: Am 28. setzte sich im Laufe des Tages Tief Hubertus durch, das mit seinem Kern über dem Nordmeer bei Island lag. Es verlagerte sich am 29. nach Südskandinavien. Am 30. bestimmte Tief Immo über Dänemark die Wetterlage. Am 31. lag Südwestdeutschland um 0 UTC im Isobarenbereich des flachen Hochs über dem Ostbalkan, doch bis 12 UTC hatten das Tiefdruckfeld von Tief Jürgen im Norden und eine Tiefdruckzelle des Alpenvorlands im Süden die Strömung gedreht. Es fiel in dieser Phase nur wenig Niederschlag und der Premeteo-Index summierte über die ganze Phase auf  -28.


Zusammenfassung:
Für den Mai 2015 hatte der Premeteo-Index 22 Tage mit negativem und nur 9 Tage mit positiven Indexwerten prognostiziert. Beim realen Wetterverlauf traten allerdings 13 Hochdrucktage ein. Dabei waren vor allem die drei Tage vom 10. bis zum 12. Mai in Hochdruckphase 3 mit Hoch Tina eine markante Fehlprognose (wie oben beschrieben).
Ab dem 18. jedoch war es an insgesamt fünf Tagen das Azorenhoch, das zwischen den Tiefdruckdurchgängen seinen Keil kurzzeitig über die südwestdeutsche Region unter dem thermodynamischen Einfluss absinkender Kaltluft ausdehnte. Die aufeinander folgenden Tiefdruckgebiete waren daher deutlich von einander durch Azorenhoch-Keile abgegrenzt und die Tiefdruckdurchgänge vollzogen sich im Gegensatz zum Premeteo-Index auf relativ hohem Luftdruckniveau. Das ist typisch für den Südwesten und damit hängt auch zusammen, dass die Region bei überwiegend zyklonaler Höhenströmung generell in den Genuss von mehr Tagen mit Sonnenschein kommt, als das übrige Deutschland. Diese differenziertere Thermodynamik der Bodenatmosphäre gegenüber der Höhenströmung stand der kosmischen Impulsierung des Raums über Südwestdeutschland entgegen und schmälerte die Prognosesicherheit des Premeteo-Index. Trotzdem ist es bemerkenswert, dass die kurzen Hochdruckwetterlagen - mit Ausnahme der Hochdruckphase 4 vom 18.6.2015 - alle die Premeteo-Kernhypothese erfüllten. Diese besagt, dass Hochdruckwetterlagen im Index1 (täglich exakt werdenden Aspekte) einen Überschuss an H-Aspekten aufweisen sollten. Der Premeteo-Index bekam seine negativen Werte vor allem aus dem Index 3 mit seinen negativen Dauerauslösungen durch die Konjunktion von Quaoar mit dem Galaktischen Zentrum (GaZ), die sich gegenüber dem Index 1 dann doch nicht so stark erwiesen, wie sie eingerechnet wurden.

So kam es diesen Monat neben den 20 bezüglich der Wetterlage richtig prognostizierten Tagen zu 11 Fehlprognosetagen. Fünf dieser Tage gingen dabei auf das Konto des Azorenhochs, das dann nur Zwischenhochcharakter hatte, und dem die Meteorologen der Berliner Wetterkarte an diesen Tagen auch keine Namen gaben. In der zweiten Monatshälfte war die Höhenströmung auf 500 hpa durchgehend überwiegend zyklonal, so wie sich auch der Premeteo-Index mit Ausnahme von zwei Tagen nur im negativen Bereich bewegte.

 
SW-D befand sich an 13 Tagen im Einflussbereich antizyklonaler Strömung. Die Summe des prognostizierten Premeteo-Index für diese Tage ergab -92, das einer Indexzahl von -7,08 pro Tag entsprach.
 
An 18 Tagen befand sich SW-D im Einflussbereich zyklonaler Strömung. Die Summe des prognostizierten Premeteo-Index für diese Tage ergab -223, das einer Indexzahl pro Tag von –12,39 entsprach.

Die Prognose durch die Premeteo-Wettersymbole war an 5 Tagen falsch (am 2., 10., 11., 12. und 18.), an 12 Tagen richtig und an 14 Tagen tendenziell richtig.

 

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Kosmogramm 05/2015

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