November 2015

Auswertung 2015/09

Allgemeine Beschreibung der Diagramme

Erklärungen zu den verwendeten Fachbegriffen erhalten Sie im: link-arrow-grauGlossar

Das Diagramm zeigt den original Premeteo-Prognose-Index wie er vorab im Internet veröffentlicht war.

 

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Index 1: Summe aus den quantifizierten Wertzuordnungen der täglich exakten Impulsaspekte von 12 UTC des Vortags bis 12 UTC des betreffenden Tags

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Premeteo-Index: setzt sich zusammen aus Index 1, den quantifizierten, täglich exakten Symmetrien (12-12 UTC) und den quantifizierten Impulsauslösungen durch Konjunktionen, die sich an dem betreffenden Tag in einem Exaktheitsbereich von ± 1° befinden. Er ist massgeblich für die Prognose. Verläuft der Premeteo-Index im negativen Bereich, ist mit einer größeren Wahrscheinlichkeit für eine zyklonale Impulsierung (T = Tiefdruckwetterlage) der Atmosphäre über SW-Deutschland zu rechnen, verläuft sie im positiven Bereich ist eine größere Wahrscheinlichkeit für eine antizyklonale Strömung (H = Hochdruckwetterlage) gegeben. Der Premeteo-Index befindet sich noch in Entwicklung und soll durch weiterführende Forschung verbessert werden.
Die Differenz zwischen Premeteo-Index und Index 1 ergibt sich demnach durch die gleichzeitig auftretenden Impulse von Symmetrien und Konjunktionen.


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Luftdruck: täglicher Luftdruckwert der DWD-Wetterstation Lahr um 6 UTC (entnommen der Berliner Wetterkarte) minus 1015 hpa.


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Trendlinie des Premeteo-Index, die seinen Verlauf in einer mathematisch geglätteten Form zeigt.

 

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H, T: real eingetretene Hoch- und Tiefdruck-Bodenwetterlagen, deren Dauer durch Pfeile über der Datumsachse gekennzeichnet ist.

 

 

Wetterlagenverlauf November 2015 im Vergleich zur Premeteo-Indexprognose für Südwest-Deutschland

(Die Wetterlagenbeschreibungen wurden anhand der Berliner Wetterkarten erstellt.)

Hochdruckphase 1: Die Hochdruckphase von Ende Oktober setzte sich mit Hoch Tomoka über der Ukraine fort. Das Hoch dehnte sich bis nach Westeuropa aus und blockierte weiterhin die über dem Ostatlantik lagernde, sich abbauende, zyklonale Strömung. Der Premeteo-Index befand sich mit -7 Punkten wegen der T-Symmetrie Merkur 36° Mars Saturn im negativen Bereich. Der Index 1 stimmte jedoch mit der Wetterlage überein. Hoch Tomoka lag am 2. und 3. mit seinem Kern über dem Balkan. In den Tälern unserer Region herrschte zum Teil dichter Nebel. Am 4. und 5. kam es endlich zur Auflösung des dichten Nebels in den Tallagen und ein sehr windstilles, klares Wetter ließ die Farbenpracht dieses Herbstes wunderbar aufleuchten. Mit Sonne 60° Pluto T und Chiron 45° Ceres Hf* am 6. strömte für die Jahreszeit sehr warme Luft von Südwesten an der Vorderseite von Tief Albert über dem Atlantik ein, und zugleich etablierte sich Hoch Ulrike mit Kern über der Schweiz und unserer südwestdeutschen Region und bescherte mit Wärme und Sonnenschein bis zum 8. einen ungewöhnlich goldenen, Farben sprühenden Herbst in der Weinregion Südwestdeutschlands. Der Premeteo-Index summierte über die 8-tägige Hochdruckphase auf +82.
Tiefdruckphase 1: Tiefdruckgebiet Carsten über dem südlichen Nordmeer dehnte am 9. kurzfristig seinen Einfluss bis in den südwestdeutschen Raum aus. Dichte Bewölkung zog am Morgen auf, es fielen lokal auch ein paar Tropfen Regen, aber am Nachmittag kam es bei hohem Luftdruck bereits wieder zu Auflockerungen. Der Premeteo-Index hatte einen Wert von -20 (unkorrigiert -22).
Hochdruckphase 2: Am 10. hatte der Premeteo-Index in der veröffentlichten Prognose (vom 13.03.2014) einen Wert von -13. Dieser kam allein aus dem Index 2 durch die Symmetrie Merkur 45° Mars Quaoar HHT, die als Teilungssymmetrie von Mars 90° Quaoar T mit -14 Punkten angerechnet worden war. Dies entsprach nicht der Premeteo-Regel, da übersehen worden war, dass sich der Mars-Quaoar-T-Aspekt nicht mehr im 1°-Toleranzbereich befand. Daher mussten die beiden H-Aspekte von Merkur mit Mars und Quaoar berücksichtigt, die Symmetrie auf +14 Punkte berichtigt und der Index 1 angepasst werden. Die berichtigten Werte wurden in der Tabelle in roter Schrift neben den ursprünglichen Werten eingetragen.
Hoch Ulrike hatte seinen Kern nach Südwesten über die Pyrenäen verlagert und dehnte seinen Isobarenbereich bis über den Süden Deutschlands aus. Am Abend des 10. wurde die Dreierkonjunktion der Venus mit Makemake und dem Supergalaktischen Zentrum exakt. In der Prognose war schon vermerkt, dass mit dieser Konstellation eine besondere Prognoseunsicherheit einherging und es war ein alternativer Premeteo-Index berechnet worden, der mit +1 im flach positiven Bereich lag. Die Venuskonjunktionen waren als Einzelaspekte T-Aspekte, aber in dieser Kombination kam es im realen Wetterverlauf gerade zu einer starken Etablierung des Hochs Ulrike, das in der Bodenatmosphäre seinen Kern über der Schweiz hatte, auf 500 hpa lag der Kern über dem westlichen Mittelmeerraum. Das könnte darauf hindeuten, dass Makemake 0° GSZ selbst einen H-Impuls trägt, der mit dem Absinken der Luftmassen über Südwesteuropa einherging. Am 12. lag er Premeteo-Index nur noch im flach negativen Bereich und Hoch Ulrike verharrte in der Bodenatmosphäre über der Schweiz, während sich der Kern des Höhenhochs über dem westlichen Mittelmeer ein wenig nach Osten verlagert hatte. Am 13. nahm Hoch Viva die Regie. Es lag zunächst mit seinem Kern westlich der Iberischen Halbinsel und bewegte sich bis zum 15. nach Südwestfrankreich. Der Premeteo-Index summierte über die 6-tägige Hochdruckphase nur auf +11.

Tiefdruckphase 2: Am 16. setzte sich Tief ex-Kate bis in unsere Region durch und bestimmte auch das Wetter des 17. November. Es fiel nur wenig Niederschlag und der Premeteo-Index summierte auf -11.
Hochdruckphase 3: Um Mitternacht des 18. dehnte sich noch Tief Heini über Deutschland aus, doch bis Mittag kam die südwestdeutsche Region erneut in den Einflussbereich von Hoch Viva über der Iberischen Halbinsel. Unsere Region und der Süden Deutschlands lagen auch am 19. noch an der Nordgrenze des Hochs in der Westwindzone im Übergang zu Tief Iwan über Südskandinavien, die für kräftigen bis stürmischen Wind und den Durchzug dichter Wolkenfelder sorgte. Der Premeteo-Index summierte auf +27.
Tiefdruckphase 3: Entgegen dem Verlauf des Premeteo-Index, der im positiven Bereich verblieb, dehnte sich am 20. das Tiefdrucksystem Jürgen-Iwan mit seinen Kernen über Nord- und Ostsee über ganz Deutschland aus. Auf 500 hpa gab es eine starke Westwindzone und am Boden ein großes Temperaturgefälle zwischen Nord und Süd, das zu ungewöhnlich ausgiebigen Niederschlägen führte. Dieser Vorstoß der zyklonalen Strömung bis in unsere Region war aus den zurzeit angewendeten  kosmogeometrischen Prognoseregeln nicht ableitbar. Allerdings gab es einige Besonderheiten: Einerseits wurde am 19. nach unserem Ephemeridenprogramm die dritte und letzte Konjunktion zwischen dem Kuipergürtelplaneten Quaoar und dem Galaktischen Zentrum unserer Milchstraße exakt, die mit einen antizyklonalen Impuls verbunden sein könnte. Andererseits begann am 16. die Konjunktion von Juno mit Haumea, wurde am 18. exakt und endete mit dem 21. November, wodurch der noch unsichere und daher nicht einberechnete Aspekt Neptun 135° Haumea T?*(1/3) im Index 3 erschien und wodurch erneut Haumea als Eckpunkt des übergeordneten, kosmogeometrischen Rechtecks mit Orcus, Eris und Neptun aktiviert wurde, wie schon im Oktober 2015 beschrieben. Sein zyklonaler Impuls scheint sich damit zu bestätigen und machte damit nach der Vollendung der dritten Quaoar-GaZ-Konjunktion den starken Vorstoß des kalten Höhentrogs bis nach Südeuropa möglich. Die Quaoar-GaZ-Konjunktion wird sich eigentümlich schnell abbauen und den 1°-Toleranzbereich am 28.12.2015 verlassen. Am 21. prägten noch Tief Kunibert mit Kernen über Norditalien und Ungarn, sowie Tief Jürgen über der Nordsee die Wetterlage. Die Tagesmitteltemperatur, die in Lahr am 19. noch 14,7°C betragen hatte, lag am 21. nur noch bei 4°C und es kam in höheren Lagen zu den ersten Schneefällen. Der Premeteo-Index summierte auf +36.
Hochdruckphase 4: Am 22. hatte sich bis 12 UTC in der Bodenatmosphäre bereits wieder das Azorenhoch durchgesetzt und die Temperaturen fielen weiter. Auf 500 hpa kam es zu einem mächtigen Trogvorstoß weit nach Süden über ganz Europa, der am 24. leicht nach Osten abgedrängt wurde. Der Luftdruck am Boden stieg und erreichte in der Nacht zum 24. bei frostigen Temperaturen ein Maximum. Der Premeteo-Index summierte über die dreitägige Phase auf +32.
Tiefdruckphase 4: Am 25. kam es bei einem positiven Premeteo-Index von +20 zu einem kurzfristigen Trogvorstoß durch Tief Lauritz über dem Nordmeer. Um 22 UTC kam Haumea in eine Symmetriestellung von je 45° zu Orcus und Merkur, eine T-Symmetrie mit -14 Punkten, die aber wegen der Uhrzeit erst auf den 26. angerechnet wurde. Mit dieser Symmetrie wurde Haumea nach der Konjunktion mit Juno (16. bis 21.) als Eckpunkt des schon oben und im letzten Monat erwähnten kosmogeometrischen Rechtecks mit Orcus, Eris und Neptun ein letztes Mal aktiviert und wieder war dies verbunden mit einer Zyklonalisierung der Atmosphäre über SW-Deutschland.
Hochdruckphase 5: Das Azorenhoch dehnte sich am 26. schon im Laufe des Vormittags mit raschem Anstieg des Luftdrucks wieder bis in unsere Region aus. Es bildete am 27. eine Hochdruckbrücke zu Hoch Waltraud über Südwestrussland. Das T-System Michel mit Kernen über Nordeuropa brachte dem südwestdeutschen  Raum am 28. zwar auch graue Wolkenfelder mit etwas Niederschlag und stürmischem Wind, aber mit seiner Isobarenkrümmung überstrich es nur kurz die Region. Das Azorenhoch setzte seinen Isobarenbereich wieder durch, und es hatte sich auf 500 hpa ebenfalls kurzfristig ein schmaler Keil über unserer Region ausgebildet. Auch am 29. lag Südwestdeutschland bei stürmischem Wind mit Orkanböen auf den Höhen des Schwarzwalds noch immer im Isobarenkrümmungsbereich des Azorenhochs. Am 30. war es Hoch Xena über der Iberischen Halbinsel, das die Regie über die Strömung der Atmosphäre in unserer Region übernahm. Trotz hohem Luftdruck bedeckten graue, rasch ziehende Wolkenfelder den Himmel und es kam zu einzelnen Schauern. Der Premeteo-Index summierte über die 5-tägige, lichtarme Hochdruckphase auf +35.

Zusammenfassung:
Der November 2015 zeigte mit sieben Fehlprognosetagen bezüglich der Wetterlagenströmung ein durchschnittlich gutes Ergebnis. Er war ein Monat mit auffallend wenig zyklonalen Tagen. Im realen Wetterverlauf waren es nur sechs, der Premeteo-Index hatte sieben zyklonale Tage angezeigt. In diesem Gesamtergebnis bestand eine große Übereinstimmung zwischen realem Wetterlagenverlauf und Premeteo-Index. Allerdings fielen nur die drei der mit negativem Vorzeichen prognostizierten Tage in der ersten Monatshälfte mit den realen Tiefdrucktagen zusammen. In der zweiten Hälfte des Novembers kam es aufgrund der übergeordneten Geometrie des kosmogeometrischen Rechtecks von Orcus, Eris, Neptun und Haumea durch die Aktivierung Haumeas bei hohem, positivem Premeteo-Index an ebenfalls drei Tagen zu Tiefdruckgängen. Diese wurden aber jeweils sehr rasch vom Azorenhoch wieder abgelöst. Dadurch zeigte der Luftdruck einen abweichenden, zum Teil gegensätzlichen Verlauf zum Premeteo-Index und dennoch stimmten 23 Tage der Atmosphärenströmung mit dem Indexvorzeichen überein. Der mittlere Premeteo-Index pro Tag hatte bei den Hochdruckphasen einen fast doppelt so hohen, positiven Wert wie bei den Tiefdruckphasen, was für die reale Wirksamkeit der H-Aspekte und T-Aspekte auch in diesem Monat sprach.

SW-D befand sich an 24 Tagen im Einflussbereich antizyklonaler Strömung. Die Summe des prognostizierten Premeteo-Index für diese Tage ergab +187, das einer Indexzahl von +7,79 pro Tag entsprach.
 
An 6 Tagen befand sich SW-D im Einflussbereich zyklonaler Strömung. Die Summe des prognostizierten Premeteo-Index für diese Tage ergab +25, das einer Indexzahl pro Tag von +4,17 entsprach.

Die Prognose durch die Premeteo-Wettersymbole war an 8 Tagen falsch (am 6., 11., 19., 20., 21., 25., 28. und 30.) an 11 Tagen richtig und an 11 Tagen tendenziell richtig.

 

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Kosmogramm 11/2015

Dem interessierten Leser ist es möglich, sich die Konstellationen einzelner Tage anzusehen durch die zur Verfügung stehende dynamische Kosmogrammgraphik.