September 2013

Auswertung 2013/09

Allgemeine Beschreibung der Diagramme

Erklärungen zu den verwendeten Fachbegriffen erhalten Sie im: link-arrow-grau{tiframe linktext:="Glossar" width:="650" height:="400" url:="http://www.premeteo.com/de/forschung/glossar.html"}

Das Diagramm zeigt den original Premeteo-Prognose-Index wie er vorab im Internet veröffentlicht war.

 

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Index 1: Summe aus den quantifizierten Wertzuordnungen der täglich exakten Impulsaspekte von 12 UTC des Vortags bis 12 UTC des betreffenden Tags

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Premeteo-Index: setzt sich zusammen aus Index 1, den quantifizierten, täglich exakten Symmetrien (12-12 UTC) und den quantifizierten Impulsauslösungen durch Konjunktionen, die sich an dem betreffenden Tag in einem Exaktheitsbereich von ± 1° befinden. Er ist massgeblich für die Prognose. Verläuft der Premeteo-Index im negativen Bereich, ist mit einer größeren Wahrscheinlichkeit für eine zyklonale Impulsierung (T = Tiefdruckwetterlage) der Atmosphäre über SW-Deutschland zu rechnen, verläuft sie im positiven Bereich ist eine größere Wahrscheinlichkeit für eine antizyklonale Strömung (H = Hochdruckwetterlage) gegeben. Der Premeteo-Index befindet sich noch in Entwicklung und soll durch weiterführende Forschung verbessert werden.
Die Differenz zwischen Premeteo-Index und Index 1 ergibt sich demnach durch die gleichzeitig auftretenden Impulse von Symmetrien und Konjunktionen.


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Luftdruck: täglicher Luftdruckwert der DWD-Wetterstation Lahr um 6 UTC (entnommen der Berliner Wetterkarte) minus 1015 hpa.


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Trendlinie des Premeteo-Index, die seinen Verlauf in einer mathematisch geglätteten Form zeigt.

 

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H, T: real eingetretene Hoch- und Tiefdruck-Bodenwetterlagen, deren Dauer durch Pfeile über der Datumsachse gekennzeichnet ist.

 

 

Wetterlagenverlauf September 2013 im Vergleich zur Premeteo-Indexprognose für Südwest-Deutschland

(Die Wetterlagenbeschreibungen wurden anhand der Berliner Wetterkarten erstellt.)


Hochdruckphase 1: Hoch Hanna folgte Hoch Gerlinde vom Ostatlantik nach und lagerte mit seinem Kern bis zum 3. September über Großbritannien. Der Luftdruck war entsprechend hoch und das Wetter besser als der Premeteo-Index anzeigte, der sich nur im flach positiven Bereich bewegte. Auf 500 hpa lag die Region im Grenzbereich zwischen zyklonaler und antizyklonaler Strömung. Am 4. lag der Premeteo-Index als einzelner negativer Tag bei -8 und nun setzte deutlicher Druckfall ein, doch blieb die Region bis zum 5. im Einflussbereich von Hoch Hannah, das nach Osten über die Ostsee weitergewandert war. Der Premeteo-Index summierte auf -5.
Tiefdruckphase 1: Am 6. nahm Tief Nandor über der Nordsee Einfluss, gefolgt von Tief Obama am 8. und Tief Polykarp am 9., die zum Teil kräftigen Niederschlag brachten. Ab dem 10. war es wieder Tief Nandor, das die Wetterlage bestimmte. An diesem Tag lag der Premeteo-Index als einzelner positiver Tag bei +9 durch die Symmetrie Mer 2 Mak GSZ  (17) H  H  +14 vom Vortag. Tief Nandor zog von den Niederlanden zur Ostsee und bestimmte in Übereinstimmung mit dem Premeteo-Index bis zum 12. das Wetter. Der Premeteo-Index summierte auf -19.
Hochdruckphase 2: Am 13. dehnte sich das Azorenhoch bis über SW-D aus und blieb in einem schmalen, flachen Keil noch bis zum 14. bestehen. Ein deutlicher Keil zeigte sich auch auf 500 hpa, der Premeteo-Index hatte eine steile Spitze von +38, doch das Wetter war stark von den Wolkenfeldern des Tief Quentin II über der Nordsee bestimmt, so dass die Symbolprognose falsch war. Der Premeteo-Index summierte auf +45.
Tiefdruckphase 2: Am 15. verlängerte ein Tief über Frankreich den Trog von Tief Quentin III über der Nordsee nach Südwesten und am 16. dehnte sich Tief Roland über dem Nordmeer bis in unsere Region aus und brachte zum Teil kräftige Niederschläge. Die Zyklonalität war kräftiger als vom Index erwartet. Die besondere Konstellation war, dass sich Merkur und Uranus in Opposition gegenüberstanden und beide einen 90°-Winkel zum Mondapogäum bildeten. Beide Merkuraspekte sind  T-Aspekte, trugen aber aufgrund der geringen Rangordnung Merkurs wenig zur Absenkung des Index bei. Der Premeteo-Index summierte -4.
Hochdruckphase 3: Am 17. setzte sich unter Einfluss kalter Luftmassen das Azorenhoch für einen Tag durch. Der Premeteo-Index betrug +9.
Tiefdruckphase 3: Am 18. setzte sich Tief Schorsch mit starkem Wind und Regen von Nordwesten her durch. Dies war nicht in Übereinstimmung mit dem Index, der bei +19 lag. Der hohe, positive Index kam zustande durch eine Chiron-H-Symmetrie. Inzwischen werden Chiron-Symmetrien für die Prognosen nicht mehr verwendet. Die Prognose dieses Monats war schon im Juli 2011 erstellt worden. Die Konstellation war geprägt durch zwei Venus-Aspekte mit T-Impuls und zwei neutrale Venus-Aspekte: VEN 45 QUA T, VEN 0 SAT A, VEN 60 PLU T, VEN 0 KN1 A. Die Konjunktion mit Saturn hatte den Auslöseaspekt SAT 45 QUA H*, der den höchsten Rang hatte und deshalb angerechnet wurde. Möglicherweise waren die Venus-T-Impulse durch die Konjunktion mit dem Mondknoten gegenüber dem Auslöseaspekt dominant.
Hochdruckphase 4: Schon am 19. lag unsere Region im Isobarenbereich des Azorenhochs, was sich in einzelnen Auflockerungen und der verminderten Niederschlagsneigung bemerkbar machte. Der Premeteo-Index war im Gegensatz zum Luftdruck fallend, aber positiv. Die Region lag auf 500 hpa in einer antizyklonalen nördlichen Strömung. Am 23. fiel der Premeteo-Index auf -12 ab, was hauptsächlich durch zwei Symmetrien zustande kam, an denen jeweils Makemake beteiligt war. Interessant war hier besonders die Konjunktionssymmetrie Son 1° Mak GSZ A T -7, weil sich hier ein erster Hinweis auf Mak 0° GSZ als H*-Impuls andeuten könnte. Hoch Jette bestimmte im westlichen Mitteleuropa zwar weiter die Wetterlage, doch trat mit dem negativen Index auch ein starker Luftdruckfall ein, der am 26. sein Minimum erreichte. Südwestdeutschland lag dabei weiterhin im Isobarenbereich von Hoch Jette, das nun mit seinem Kern über Italien lag. Die Wolkenfelder von Tief Ulli über Norddeutschland brachten geringfügig Regen. Am 27. kam die Region in den Einflussbereich von Hoch Karin über der Nordsee. Der Premeteo-Index summierte auf +33.
Tiefdruckphase 4: Am 28. setzte sich ein Tief über dem Ostatlantik  bis nach Südwestdeutschland mit seinem Isobarenbereich flach durch. Als Tief Vitali zog es nach Frankreich und brachte am 29. Regen. Der Premeteo-Index summierte auf -2.
Hochdruckphase 5: Am 30. kam die Region erneut flach unter den Einfluss von Hoch Karin über Skandinavien. Der Premeteo-Index betrug +14.

Zusammenfassung:
Der Prognosemonat September 2013 war bezüglich der Indexprognose recht erfolgreich. Nur 6 Tage waren mit dem falschen Vorzeichen prognostiziert. Bei der Symbolprognose waren 5 Tage falsch,  aber nur 8 Tage genau richtig prognostiziert. An den 17 tendenziell richtig angegebenen Tagen war es in 14 Fällen immer dichter bewölkt als erwartet.

SW-D befand sich an 18 Tagen im Einflussbereich antizyklonaler Strömung. Die Summe des prognostizierten Premeteo-Index für diese Tage ergibt +100, was einer Indexzahl von +5,56 pro Tag entspricht.
 
An 12 Tagen befand sich SW-D im Einflussbereich zyklonaler Strömung. Die Summe des prognostizierten Premeteo-Index für diese Tage ergibt -6, was einer Indexzahl pro Tag von –0,5 entspricht.

Die Prognose durch die Premeteo-Wettersymbole war an 5 Tagen falsch (am 18. – 20., 23., 24.  ), an 8 Tagen richtig und an 17 Tagen tendenziell richtig.


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Dem interessierten Leser ist es möglich, sich die Konstellationen einzelner Tage anzusehen durch die zur Verfügung stehende dynamische Kosmogrammgraphik.