September 2015

Auswertung 2015/09

Allgemeine Beschreibung der Diagramme

Erklärungen zu den verwendeten Fachbegriffen erhalten Sie im: link-arrow-grauGlossar

Das Diagramm zeigt den original Premeteo-Prognose-Index wie er vorab im Internet veröffentlicht war.

 

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Index 1: Summe aus den quantifizierten Wertzuordnungen der täglich exakten Impulsaspekte von 12 UTC des Vortags bis 12 UTC des betreffenden Tags

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Premeteo-Index: setzt sich zusammen aus Index 1, den quantifizierten, täglich exakten Symmetrien (12-12 UTC) und den quantifizierten Impulsauslösungen durch Konjunktionen, die sich an dem betreffenden Tag in einem Exaktheitsbereich von ± 1° befinden. Er ist massgeblich für die Prognose. Verläuft der Premeteo-Index im negativen Bereich, ist mit einer größeren Wahrscheinlichkeit für eine zyklonale Impulsierung (T = Tiefdruckwetterlage) der Atmosphäre über SW-Deutschland zu rechnen, verläuft sie im positiven Bereich ist eine größere Wahrscheinlichkeit für eine antizyklonale Strömung (H = Hochdruckwetterlage) gegeben. Der Premeteo-Index befindet sich noch in Entwicklung und soll durch weiterführende Forschung verbessert werden.
Die Differenz zwischen Premeteo-Index und Index 1 ergibt sich demnach durch die gleichzeitig auftretenden Impulse von Symmetrien und Konjunktionen.


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Luftdruck: täglicher Luftdruckwert der DWD-Wetterstation Lahr um 6 UTC (entnommen der Berliner Wetterkarte) minus 1015 hpa.


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Trendlinie des Premeteo-Index, die seinen Verlauf in einer mathematisch geglätteten Form zeigt.

 

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H, T: real eingetretene Hoch- und Tiefdruck-Bodenwetterlagen, deren Dauer durch Pfeile über der Datumsachse gekennzeichnet ist.

 

 

Wetterlagenverlauf September 2015 im Vergleich zur Premeteo-Indexprognose für Südwest-Deutschland

(Im Diagramm sind über der Datumsachse die real eingetreten Hoch- und Tiefdruckphasen durch Doppelpfeile eingetragen. Ausschlaggebend für die Evaluation ist der tägliche Premeteo-Index, in der dünneren, roten Linie mit Dreieckspunkten dargestellt. Ein negativer Premeteo-Index zeigt die Wahrscheinlichkeit für eine zyklonale Tiefdruckströmung, ein positiver Premeteo-Index die Wahrscheinlichkeit für eine antizyklonale Hochdruckströmung an.
Die Wetterlagenbeschreibungen wurden anhand der Berliner Wetterkarten erstellt. Ausschlaggebend ist die Europa-Bodenkarte um 0 UTC, die feiner skalierte 12 UTC-Karte von Mitteleuropa wird nur bei einem Wetterlagenwechsel für die Einordnung des Tages hinzugezogen. Am Ende des Dokuments befinden sich die Tabellen und Konstellationen, die dem Diagramm zugrunde liegen.)

Tiefdruckphase 1: Tief Jonas, das schon am Vortag die Region unter seinen Strömungsbereich gebracht hatte, zog von Westfrankreich nach Norddeutschland. Der tiefste Druck wurde gegenüber dem Premeteo-Index um einen Tag verschoben erreicht. Der Premeteo-Index hatte bereits schon einen positiven Wert von +3.
Hochdruckphase 1: Ein namenloses Hoch über dem Ostatlantik reichte am 2. bis über West- und Süddeutschland. Der Premeteo-Index hatte einen Wert von +16.
Tiefdruckphase 2: Am 3. zieht ein flacher Tiefausläufer über Süddeutschland. Mars 45° Apogäum H am Abend des 2. und Mars 45° aufst. Mondknoten T am Morgen des 4. September. Der Premeteo-Index lag bei +8.
Hochdruckphase 2: Hoch Lajana über dem Atlantik dehnte seinen Isobarenbereich  am 4. über das südliche und westliche Deutschland aus, dabei kam es in der Nacht vom 5. zum 6. bei kräftig steigendem Luftdruck  zum Durchzug einer kalten Regenfront. Der Luftdruck stieg unter Zuführung kalter, maritimer Polarluft auch zum 7. noch kräftig an, obwohl der Premeteo-Index nun wieder negative Werte annahm. Doch schon vom 2. September an befand sich unsere Region auf 500 hpa durchgehend unter einem kräftigen Höhentrog, der bis nach Spanien und Süditalien reichte. Durch die Konjunktion von Quaoar mit dem Galaktischen Zentrum (GaZ) wurde beständig Neptun 72° GaZ und Neptun 72° Quaoar im Index 3 ausgelöst, wobei der zweite Aspekt mit großer Wahrscheinlichkeit mit einem T-Impuls verbunden ist, wie sich letztes Jahr im Juli 2014 recht deutlich zeigte. Durch die starke Abkühlung und die damit verbundene Stabilisierung der Bodenatmosphäre war eine Durchsetzung der T-Impulse im Index 1 des 7. September stark behindert. Andererseits wurde am 8. der bis dahin unbekannte Aspekt Neptun 45° Eris exakt. Das weist nun darauf hin, dass er einen H-Impuls tragen könnte und sich als Aspekt im Index 1 bis in die Bodenatmosphäre durchsetzte, während der Neptun-T*-Aspekt mit Quaoar weiterhin im Trog auf 500 hpa präsent blieb. Dieser Trog zeigte sich in der Bodenkarte sogar in einer kleinen Okklusionslinie, die über Südwestdeutschland verlief. Auch am 9. und 10. bestimmte das Hoch Lajana, das mit seinem Kern nach Skandinavien zog, das Wetter bei leicht fallendem Luftdruck, während auf 500 hpa die Strömung über der Region noch immer zyklonal blieb, so wie es dem negativen Premeteo-Index entsprach. Der Premeteo-Index summierte über die ganze Phase auf +11.
Tiefdruckphase 3: Am 11. hatte sich auf 500 hpa sogar eine geschlossene Tiefdruckzelle über Deutschland gebildet, was nur sehr selten zu beobachten ist. Am Boden war die Isobarenkrümmung an der Vorderseitenisobare von Hoch Lajana erst schwach zyklonal gebogen zu Tief Leo über dem Ostatlantik. Dieses wanderte bis zum 12. mit seinem Kern nach Irland und dehnte seinen Isobarenbereich über ganz Deutschland aus. Am 13. rückte Tief Michael vom Ostatlantik nach, während sich der Kern von Tief Leo nach Norden bewegte. Am 14. und 15. lag Tief Michael über Südwestengland, und über der Nordsee hatte sich ein weiterer Tiefdruckkern ausgebildet. Tief ex-Henri hatte am 16. den Atlantik westlich der Biskaya erreicht und zog mit seinem Kern am 17. bis in die Nordsee. Endlich fiel in der Region der lang ersehnte, ausgiebige Niederschlag! Der Premeteo-Index summierte über die ganze Phase auf -101.
Hochdruckphase 3: Am 18. brachte entsprechend dem Premeteo-Index Hoch Maybrit auf dem Atlantik westlich der Iberischen Halbinsel einen raschen Luftdruckanstieg und wieder ruhiges Wetter. Der Kern des Hochs wanderte über Nordwestfrankreich nach Südwestdeutschland am 21. Der Premeteo-Index summierte auf +37.
Tiefdruckphase 4: Schon am 21. vollzog sich bis zum Mittag die Umstellung auf die zyklonale Strömung durch Tief Nasar, das am 22. mit seinem Kern die Nordsee erreichte und seinen Isobarenbereich über ganz Deutschland ausdehnte. Es bestimmte bis zum 23. die Wetterlage. Am 23. hatte der Premeteo-Index schon einen Wert von +28, doch die Umstellung zur Hochdruckströmung vollzog sich erst am folgenden Tag. Der Premeteo-Index summierte dadurch auf +21.
Hochdruckphase 4: Das Azorenhoch dehnte sich am 24. nach Osten über unsere Region aus und am 25. erhielt der Kern über dem Ostatlantik den Namen Netti. Am 25. fiel der Premeteo-Index allerdings bereits wieder in den negativen Bereich auf -20 Punkte. Auf 500 hpa blieb die Strömung zwar zyklonal, aber am Boden setzte sich Hoch Netti durch, wenn auch nur mit einem relativ schmalen Keil. Das Kosmogramm zeigte eine besondere Konstellation: Juno, Sonne, Mondknoten, Makemake und auch noch das Mondapogäum hatten sich um das Supergalaktische Zentrum konzentriert. Der stark negative Wert bildete sich im Index 2, durch die Konjunktionssymmetrien, die Sonne, Juno, Makemake und das GSZ miteinander als Einzelkonstellationen bildeten. Es sind alles T-Symmetrien, aber dennoch spielt sich in dieser Positionenkonzentration etwas ab, was die Premeteo-Prognoseregeln offensichtlich nicht erfassen. Das zeigte sich in der Entwicklung bis zu 28. September. Der Mond lief auf die Opposition zur Sonne zu und dieses Mal unter der besonderen Situation, dass sich Sonne, Erde und Mond genau in einer Linie befanden, wodurch eine totale Mondfinsternis in den Morgenstunden des 28. zustande kam. Der höchste Druck wurde um die Mittagszeit dieses Tages registriert, als auch die planetarischen Luftdruckwellen, die Sonne und Mond täglich um die Erde erzeugen, in ihren Maxima zusammenfielen. Dieses Hineinlaufen des Mondes in die exakte Position auf einer Linie mit Sonne und Erde wurde zum dominanten Prozess gegenüber den Konjunktionen und Konjunktionssymmetrien, die als Einzelereignisse T-Impulse tragen und damit zur Fehlprognose des Premeteo-Index vom 25. bis zum 27. September beitrugen. Dies geschah insbesondere auch dadurch, dass sich der Mond in Opposition zu der Konzentration von Himmelskörpern um das Supergalaktische Zentrum (GSZ) befand. Diese Mondfinsternis fand also unter ganz besonderen, ungewöhnlichen Rahmenbedingungen statt! Auf 500 hpa blieb übrigens eine flache zyklonale Strömung enthalten mit Ausnahme des 28., an dem sich für kurze Zeit die antizyklonale Strömung bis in die Höhe durchsetzte. Hoch Netti wanderte mit seinem Kern zum Ende des Monats bis nach Dänemark. Der Premeteo-Index summierte auf durch die drei Fehlprognosetage nur auf -13 Punkte.

Zusammenfassung:
Der September 2015 war mit 10 Fehlprognosetagen bezüglich der Strömungsform ein nur unterdurchschnittlich erfolgreicher Prognosemonat, aber im Auswertungsdiagramm zeigt der Verlauf der Luftdruckkurve bis zum 25. doch einen visuell deutlich erkennbaren Bezug zum Verlauf des Premeteo-Index. Nur die drei Tage unmittelbar vor der totalen Mondfinsternis, als sich der Mond auf die Konstellation hinbewegte, in der Sonne, Erde und Mond auf einer exakten Linie lagen, trat ein markanter Widerspruch des Druckverlaufs zum Premeteo-Index auf. Die totale Mondfinsternis fand in den frühen Morgenstunden des 28. September statt und der Luftdruck erreichte in der südwestdeutschen Region um die Mittagszeit dieses Tages seinen höchsten Wert, als auch die planetarischen Luftdruckwellen, die Sonne und Mond täglich um die Erde erzeugen, in ihren Maxima zusammenfielen.
Bei den planetarischen Luftdruckwellen, die Sonne und auch Mond während der 24-stündigen Umdrehung der Erde erzeugen, ist es interessant, dass diese sowohl um den Zeitpunkt des Sonnenmittags bzw. Mondmittags als auch um den Zeitpunkt der Sonnenmitternacht bzw. Mondmitternacht lokal ein Luftdruckmaximum aufweisen. Um 6 Uhr und 18 Uhr Sonnen- bzw. Mondzeit zeigt sich lokal ein Luftdruckminimum. Bei stabilem Hochdruckwetter lässt sich dies in unseren Breiten am Barographen für die planetarische Sonnenwelle gut mitverfolgen. Der interessante Unterschied beim Luftdruckanstieg zu Mittag und Mitternacht ist, dass sich die Atmosphäre zu Mittag zwischen den Massen der Erde und der Sonne befindet mit einander entgegen gerichteten Gravitationskräften, während zu Mitternacht die Masse der Erde und der Sonne in gleich gerichteten Gravitationskräften sich unterhalb der Atmosphäre befinden. Die Wirkung auf den Luftdruck ist trotz des Unterschieds dennoch die gleiche. Also zeigt sich hier, dass diese Luftdruckwelle, die sich mit der Erdumdrehung exakt rhythmisch von Osten nach Westen bewegt, nicht einfach durch die Newton’sche Massen-Gravitation erklärt werden kann. Vielmehr scheint es eine  Raumstruktur-Gravitation sein, die lokal für den jeweiligen Ort durch das Positionsverhältnis Erde – Sonne oder Erde - Mond um Mittag und Mitternacht als qualitative Raumstabilisierung durch die Radialstellung und als Destabilisierung um 6 und 18 Uhr durch die Tangentialstellung aufgefasst werden kann. Erinnern wir uns, was die theoretische Physikerin und Harvard-Professorin Lisa  Randall*  zu dem Übergang von Newtons zu Einsteins Physik schrieb: „Mit Einsteins allgemeiner Relativitätstheorie entwickelte sich der Raum (und die Raumzeit) aus einem statischen Stadium weiter zu einer dynamischen Entität, die sich bewegen und krümmen und ein reiches Eigenleben führen kann.“  

Die Besonderheit der Mondfinsternis vom 28. September bestand darin, dass sich die Sonne von der Erde ausgesehen in unmittelbarer Richtungsnähe zum Supergalaktischen Zentrum befand und mit ihr noch die Himmelskörper Juno, Makemake und Merkur, sowie die beiden Raumstrukturpunkte des aufsteigenden Mondknotens und des Mondapogäums. Eine seltene Konstellation, die die derzeit ohnehin außergewöhnliche Raum-Zeit-Qualität unterstreicht, die durch die beiden seltenen und lang anhaltenden Konjunktionen der beiden Kuipergürtel-Kleinplaneten Makemake und Quaoar mit dem Supergalaktischen und Galaktischen Zentrum erzeugt wird. (Siehe Kosmogramm auf der Startseite der Homepage www.premeteo.com)

SW-D befand sich an 18 Tagen im Einflussbereich antizyklonaler Strömung. Die Summe des prognostizierten Premeteo-Index für diese Tage ergab +52, das einer Indexzahl von +2,89 pro Tag entsprach.
 
An 12 Tagen befand sich SW-D im Einflussbereich zyklonaler Strömung. Die Summe des prognostizierten Premeteo-Index für diese Tage ergab -69, das einer Indexzahl pro Tag von –5,75 entsprach.

Die Prognose durch die Premeteo-Wettersymbole war an 7 Tagen falsch (am 5., 9., 11., 18., 19., 23. und 27.  ), an 9 Tagen richtig und an 14 Tagen tendenziell richtig.

*Lisa Randall, Verborgene Universen, 2005 Verlag S. Fischer.

 

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Kosmogramm 09/2015

Dem interessierten Leser ist es möglich, sich die Konstellationen einzelner Tage anzusehen durch die zur Verfügung stehende dynamische Kosmogrammgraphik.